Personalia
Trauer um Prof. Dr. Jürgen Wehland
Am 16. August 2010 ist Jürgen Wehland im Alter von 58 Jahren unerwartet verstorben. Prof. Wehland war ein hochangesehener Forscher und ein allseits geschätzter Kollege. Sein Tod ist für jeden Mitarbeiter am Helmholtz-Zentrum und in der Helmholtz-Gemeinschaft ein großer Verlust. Jürgen Wehland studierte Biologie an der Universität Göttingen. Nach seiner Promotion in Zellbiologie an der Universität Bonn folgte ein Forschungsaufenthalt am National Cancer Institute in Bethesda, USA. 1989 kam er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in die Abteilung Mikrobiologie an der ehemaligen Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF, heute HZI) und leitete von 1994 bis 1997 die Abteilung Zellbiologie. 1997 wurde Jürgen Wehland zum Universitätsprofessor für Zellbiologie und Immunologie an der TU Braunschweig berufen. Seit September 2009 war Prof. Wehland Kommissarischer und von Januar 2010 Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI. Wehland war Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie und erhielt 2007 den Descartes-Preis für seine Forschungsarbeiten über Listerien als Krankheitserreger. Seine Forschung an Prozessen im Zellskelett und an Listerien spiegelt sich in mehr als 160 hochrangigen wissenschaftlichen Publikationen wieder. Prof. Wehland hatte wesentlichen Anteil daran, dass das HZI heute ein modernes und leistungsfähiges Infektionsforschungszentrum ist. Jürgen Wehland war Mitglied in zahlreichen Vorständen und Gremien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitglied des Fachbeirats des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin sowie Vorsitzender des Senatsausschusses Evaluierung der Leibniz-Gemeinschaft.

