Hermann

Aus der Forschung

Das Mentoring-Programm der Helmholtz-Gemeinschaft „In Führung gehen“ macht Frauen fit für Führungspositionen. Bild:  Helmholtz/Ausserhofer

Das Mentoring-Programm der Helmholtz-Gemeinschaft „In Führung gehen“ macht Frauen fit für Führungspositionen. Bild: Helmholtz/Ausserhofer

20.09. - 21.09.2010, Berlin

Bundesweiter Mentoring-Kongress für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

www.forum-mentoring.de

Helmholtz-Mentoring-Programm „In Führung gehen“:

Kontakt: Dr. Birgit Gaiser, birgit.gaiser(at)helmholtz.de

Literaturhinweis:

Ein ausführlicher Text von Dr. Birgit Gaiser, Anke Hübenthal und Katharina Sauter zu den Mentoring-Programmen der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft erscheint in der Zeitschrift Wissenschaftsmanagement 2010, Heft 4 (Ausgabe Juli/August).

Webtipps:

Fisher, Anne, 2007. Being a mentor could boost your own career. Link: www.helmholtz.de/fisher-mentoring

She figures, Statistics and Indicators on Gender Equality in Science, European Commission, 2009. Link: www.helmholtz.de/she-figures-2009

 

 
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Mentoring in der Forschung

Mentoring ist ein wirksames Instrument der Personalentwicklung. Entstanden ist die Methode in den USA als formales Gegenstück zu den „old boys networks“, um benachteiligte Personengruppen zu unterstützen. Mittlerweile gibt es Mentoring-Programme für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Auch die außeruniversitären Forschungseinrichtungen haben Mentoring-Programme aufgelegt, um den wissenschaftlichen und administrativen Nachwuchs gezielt zu fördern. Das Ziel der Programme der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in Wissenschaft und Industrie zu erhöhen, in denen sie heute noch unterrepräsentiert sind (she figures, 2009).

Alle drei Mentoring-Programme haben wesentliche Gemeinsamkeiten: Sie sind zentral koordiniert und tragen damit zu einer stärkeren Vernetzung zwischen den einzelnen Instituten bzw. Zentren bei. Auch eine Quervernetzung findet statt, da die drei außeruniversitären Forschungsorganisationen bereits intensiv kooperieren. Dies erhöht die Attraktivität der Programme auch für die Mentorinnen und Mentoren, die sich aus Universitätsprofessorinnen und -professoren, wissenschaftlichen Führungskräften und Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft rekrutieren. Da es für diese bunt gemischte Zielgruppe bislang nur wenige spezielle Angebote – wie zum Beispiel die individuellen Coaching-Termine der Helmholtz-Gemeinschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft – gibt, planen die drei Forschungsorganisationen im Dezember 2010 einen gemeinsamen Schulungsworkshop für Mentorinnen und Mentoren.

Helmholtz-Mentoring-Programm „In Führung gehen“

Das Programm adressiert hoch qualifizierte Frauen an Helmholtz-Zentren, die am Anfang ihrer Berufslaufbahn stehen und eine Führungsposition anstreben. Als Mentorinnen und Mentoren werden Führungskräfte aus Helmholtz-Zentren, Wissenschaftsorganisationen und der freien Wirtschaft angesprochen. Neben der Anbahnung und Unterstützung einer Mentoring-Beziehung bietet das einjährige Programm zusätzlich Qualifizierungsworkshops rund um die Themen Mitarbeitergespräch, Konfliktmanagement und Rollenwechsel von der Kollegin zur Vorgesetzten. Damit werden zentrale Aspekte abgedeckt, mit denen sich Frauen auf dem Weg in Führungspositionen konfrontiert sehen. Weiterhin können die Teilnehmerinnen ein individuelles Coaching erhalten. Auch die Mentor/inn/en haben die Möglichkeit, Beratung in Anspruch zu nehmen. Es stehen jährlich rund 30 Plätze zur Verfügung, auf die sich interessierte Mitarbeiterinnen von Helmholtz-Zentren selbst bewerben können.

Max-Planck-Mentoring-Programm „Minerva-FemmeNet“

Das Mentoring-Programm Minerva-FemmeNet der Max-Planck-Gesellschaft steht den Nachwuchswissenschaftlerinnen aller Institute offen. Die Mentorinnen sind aktuelle oder ehemalige Wissenschaftlerinnen der Max-Planck-Gesellschaft mit Berufserfahrung im wissenschaftlichen Bereich oder in Unternehmen, darunter auch Institutsdirektorinnen. Jedes Paar aus Mentorin und Mentee legt dabei individuell fest, wie es seine Kooperation gestalten möchte. Darüber hinaus haben Mentorinnen und Mentees die Möglichkeit, an Workshops und Seminaren teilzunehmen.

„Fraunhofer-Mentoring-Programm“

Das Fraunhofer-Mentoring-Programm richtet sich sowohl an Mitarbeiterinnen als auch Mitarbeiter der Fraunhofer-Gesellschaft, der Frauenanteil beträgt aber mindestens 65 Prozent. Wissenschaftliche Nachwuchskräfte können sich auf Empfehlung ihres Instituts um einen der 20 Plätze bewerben. Kernstück des Mentoring-Programms ist die Tandembeziehung zwischen Mentees und Mentoren. Zur Halbzeit des Programms, nach 6 Monaten, treffen sich die Mentees zu einem gemeinsamen Fortbildungsseminar wieder. Zusätzlich wird für die Mentoren Coaching angeboten.

 

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