Aus der Forschung

3D-Ansicht des TanDEM-X-DEMs vom linksrheinischen Tagebaugebiet. Bild: DLR
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Zeitnah berichten DLR-Experten aus der TanDEM-X-Mission im TanDEM-X Blog:
Die Vermessung der Welt
Am 14. Oktober 2010 ist der Radarsatellit TanDEM-X mit seinem Zwilling TerraSAR-X in den engen Formationsflug übergegangen. Nun ergänzen sich die Antennen der beiden Satelliten wie ein Augenpaar; aus den gemeinsamen Daten soll in den nächsten drei Jahren ein extrem genaues, dreidimensionales Modell der Erdoberfläche erstellt werden.
In den letzten drei Monaten hatten die beiden Satelliten im Abstand von rund 20 Kilometern die erste Testphase absolviert und dabei bereits spektakuläre Daten zur Erde geschickt. Diese konnten Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu dreidimensionalen Bildern der Erdoberfläche verarbeiten. Dabei überprüften sie an minimalen Höhenfehlern die Stabilität und Genauigkeit der Aufnahme- und Verarbeitungsverfahren.
Schon diese ersten Bilder zeigen Details, die bisher in Höhendaten aus dem Weltraum noch nicht erkennbar waren. So sind die kilometergroßen künstlichen Löcher und Halden durch den Tagebau zwischen Köln und Aachen deutlich zu sehen. Und Aufnahmen im Norden Pakistans zeigen, wie ausgedehnt die flachen Senken des Indus-Flussbetts sein können und wo Menschen in potenziellen Flutgebieten leben.
Die Satellitenaufnahmen sind nicht nur für die Forschung nützlich, sondern auch für den Katastrophenschutz, für die Planung von Landnutzung und für die Wirtschaft. Die TanDEM-X-Mission wird daher in öffentlich-privater Partnerschaft zwischen dem DLR und der EADS Astrium realisiert. Die Daten werden durch die Astrium-Tochter Infoterra vermarktet.
In den nächsten drei Jahren soll ein globales, digitales Höhenmodell mit einer vertikalen Auflösung von zwei Metern erstellt werden, das horizontale Raster wird zwölf mal zwölf Meter betragen. Bis zum Jahresende wird die Testphase dauern, bevor die Vermessung der Welt in 3D beginnt.


