Aus der Forschung

Die Messung des Schwerefelds ergibt ein Bild von der Erde, das einer Kartoffel ähnelt. Bild: Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
CHAMP nach erfolgreicher Mission verglüht
Nach 58277 Umflügen war endgültig Schluss: am 19. September mittags verglühte der Geoforschungsatellit CHAMP. Genau zehn Jahre, zwei Monate und vier Tage nach seinem Start beendete der Satellit über dem Ochotskischen Meer seine Mission. Damit funktionierte der kleine Satellit mehr als doppelt so lange wie ursprünglich geplant. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ hatten den nur 8,33 Meter großen Satelliten zur Messung des Erdschwerefeldes, des irdischen Magnetfeldes und zur Atmosphärensondierung eingesetzt.
CHAMP war international eine der erfolgreichsten Satellitenmissionen zur Erdbeobachtung. Professor Reinhard Hüttl, Vorstandsvorsitzender des GFZ, betont: „Für das GFZ sind Satellitenmissionen auch in Zukunft unverzichtbar, TandemX, EnMap, SWARM und GRACE-C stehen für unsere Schwerpunkte Erdschwerefeld, Magnetfeld und Oberflächenbeobachtung.“ Der Initiator der CHAMP-Mission war Professor Christoph Reigber, seinerzeit Leiter des Departments „Geodäsie und Fernerkundung“ am GFZ. Im November wird ihm die französischen Luft- und Raumfahrtakademie für seine Verdienste um die CHAMP- und GRACE-Missionen den „Grand Prix“ verleihen.


