Hermann

Aus der Forschung

Blutstammzelle im Knochenmark (Maus). Foto: DKFZ

Blutstammzelle im Knochenmark (Maus). Foto: DKFZ

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www.helmholtz.de/dkfz-stammzellforschung

 
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DKFZ am Sonderforschungsbereich für Stammzellforschung beteiligt

Die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) zur Stammzellforschung an der Universität Heidelberg bewilligt, an dem zahlreiche DKFZ-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler beteiligt sind. Der SFB 873 trägt den Titel „Selbsterneuerung und Differenzierung von Stammzellen“ und wird mit über 10,5 Mio. Euro vier Jahre gefördert. Die Wissenschaftler untersuchen, welche grundlegenden Mechanismen den Selbsterhalt und die Differenzierung von Stammzellen steuern. Geplant sind vergleichende Untersuchungen an evolutionsbiologisch relevanten Modellorganismen bei Pflanzen (Arabidopsis) und Tieren (Süßwasserpolyp Hydra, Fruchtfliege Drosophila, Fisch, Frosch, Maus). In einfachen Modellsystemen können die Prinzipien der Stammzellsteuerung entziffert und dann auf komplexere Lebensformen bis hin zum Menschen projiziert werden.

Stammzellen und Krebszellen besitzen viele Gemeinsamkeiten, jüngste Erkenntnisse legen sogar nahe, dass viele Tumoren aus Stammzellen hervor gehen. Die am SFB beteiligten Wissenschaftlerteams aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) interessieren sich daher insbesondere auch für die Unterschiede der Stammzellentwicklung im gesunden bzw. kranken Organismus. So untersucht die Abteilung von Professor Ana Martin-Villalba die Rolle von Stammzellen bei der Neubildung von Nervenzellen im Gehirn, Professor Petra Boukamp sucht nach Faktoren, die die Ausdifferenzierung von Stammzellen in der Haut in gesunde oder bösartige Zellen dirigieren. Die Abteilung Professor Christof Niehrs interessiert sich für die blutbildenden Stammzellen im Knochenmark und wie sich diese in die verschiedenen Zellen des Blutes entwickeln. Professor Andreas Trumpp hat herausgefunden, dass sich viele dieser Stammzellen in einer Art Ruhephase befinden und Dr. Marieke Essers will ruhende Leukämie-Stammzellen mit dem Botenstoff Interferon-Alpha aufwecken, um sie für Chemotherapien empfindlich zu machen. Die DKFZ-Forscher Professor Hellmut Augustin und Professor Michael Boutros haben beide an der Medizinischen Fakultät der Universität Mannheim ein Standbein. Dort untersucht die Gruppe um Hellmut Augustin, welchen Einfluss bestimmte Hormone auf die Umgebung von Stammzellen, die so genannte „Stammzellnische“, besitzen. Michael Boutros interessiert sich für die „mesenchymalen Stammzellen“, die Bindegewebe, Knorpel oder Knochen hervorbringen können. Professor Christoph von Kalle schließlich, Direktor am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg, einer gemeinsamen Einrichtung des DKFZ und des Universitätsklinikums, erforscht die Rolle von Stammzellen bei der Entstehung von Leukämien.

 

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