Aus der Forschung

Gustavo ist einer der 14 See-Elefanten, die das Alfred-Wegener-Institut bei der Erforschung des Südpolarmeers unterstützen. Foto: Joachim Plötz.
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Robben forschen mit
Meeresbiologen des Alfred-Wegener-Instituts für Meeresforschung (AWI) haben sich zum Sammeln von Messdaten aus dem Antarktischen Ozean besondere Schwergewichter zu Hilfe geholt. In einem deutsch-südafrikanisch-argentinischen Gemeinschaftsprojekt statteten sie am antarktischen Dallmann-Labor 14 Robbenbullen mit Satellitensendern aus. Während ihrer Streifzüge durchs Südpolarmeer übertragen die Robben nun Daten zu Position, Temperatur und Salzgehalt. Daraus können die Forscher Rückschlüsse auf Strömungsverhältnisse und Nahrungsvorkommen ziehen.
Nach ihrer Auswertung stellt das AWI die Daten auch anderen Wissenschaftlern zur Verfügung. Zur Erforschung von Ökosystemen und Strömungen in Ozeanen benötigen Meeresforscher kontinuierlich Messdaten. Wenn das Südpolarmeer im antarktischen Winter von Eis bedeckt ist, haben es Forschungsschiffe hier besonders schwer, Daten zu sammeln. Die Robbenbullen sind nach einem Jahr des Datensammelns von ihrer Forschungsarbeit befreit: der aufgeklebte Satellitensender fällt mit dem jährlichen Haarwechsel einfach ab.


