Aus der Forschung

Die Kragentrappe ist ein Wüstenvogel, der von Nordafrika bis zur Mongolei verbreitet ist. Bild: Adeline Loyau/ UFZ/CNRS
Weitere Informationen:
www.helmholtz.de/ufz-balzsignale
Bruterfolg durch Balzsignale
Schon der Anblick hübscher Männchen bringt Mütter offenbar dazu, mehr in ihre Eier zu investieren. Das schlussfolgern Wissenschaftler aus einem Brutexperiment mit Kragentrappen, einer nordafrikanischen Vogelart mit ausgeprägtem Balzverhalten. Weibchen, die bei dem Experiment attraktiven Männchen bei der Parade zusahen, waren fruchtbarer, hatten größeren Bruterfolg und investierten mehr Testosteron in ihre Eier, was zu einem schnelleren Wachstum des Nachwuchses führte.
Die Kragentrappe ist ein Wüstenvogel, der von Nordafrika bis zur Mongolei verbreitet ist und in der arabischen Welt als Beute für die Falken-Jagd beliebt. Inzwischen wird die Art als gefährdet eingestuft und in Artenschutzprogrammen gezüchtet, um die natürlichen Populationen zu unterstützen.
Für das Experiment hatten die Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und Kollegen vom französischen CNRS, 90 Weibchen künstlich befruchtet und einzeln in Volieren gehalten, die je fünf Meter von denen ihrer Artgenossen entfernt waren. 30 Weibchen konnten attraktiven Männchen zusehen, 30 weitere waren dagegen mit unattraktiven Männchen oder Weibchen konfrontiert. Auf diese Weise konnten die Wissenschaftler ausschließen, dass andere Faktoren außer den optischen Reizen eine Rolle spielten. Die Ergebnisse könnten dazu genutzt werden, um den Erfolg von Nachzuchtprogrammen von bedrohten Vogelarten zu steigern.


