Aus der Forschung

Ein Teil der Kernmannschaft präsentiert die Erzeugung von Element 114 vor dem TASCA-Separator. Foto: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung/ G. Otto
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13 Atome von Element 114 bei GSI erzeugt
Einem internationalen Team von Wissenschaftlern ist es gelungen, erstmals am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt 13 Atome des chemischen Elements 114 nachzuweisen. Obwohl dies nur wenige Atome sind, ist das die höchste jemals gemessene Produktionsrate für Element 114. Es ist eines der schwersten Elemente überhaupt. Seine Erzeugung ist nur mit großem Aufwand an Teilchenbeschleunigern möglich und gelang bisher weltweit nur an zwei anderen Forschungszentren in den USA und in Russland.
Für den Nachweis des kurzlebigen Elements 114 bei GSI haben die Wissenschaftler den neuen, komplexen Messaufbau TASCA (TransActinide Separator and Chemistry Apparatus) eingesetzt, den sie in den letzten Jahren entwickelt haben. Ziel ist es nun, mit der neuen Messapparatur zu noch schwereren Elementen vorzudringen und vielleicht sogar neue Elemente jenseits von Element 118 zu entdecken.
Dies wird in Zukunft weitreichende chemische, atom- und kernphysikalische Messungen an superschweren Elementen möglich machen. Erst vor kurzem hatte die IUPAC das letzte bei GSI entdeckte Element 112 offiziell als das bisher schwerste Element anerkannt. Noch unbestätigt sind Experimente aus Russland zur Erzeugung der Elemente bis hin zu 118.


