Personalia
Verdienstkreuz 1. Klasse für Helmholtz-Reformer:
Prof. Dr. Alexander Zehnder ist für sein langjähriges Engagement für die Helmholtz-Gemeinschaft und der Umweltforschung in Deutschland mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden. Zehnder war seit der Gründung Mitglied des Senats der Helmholtz-Gemeinschaft. Unter seiner Leitung wurde 1999 im Forschungsbereich "Erde und Umwelt" die erste zentrenübergreifende Begutachtung innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft zum Thema "Globale und regionale Klimasysteme" durchgeführt. 2000 folgte die Begutachtung zum Thema "Böden und Wasser in Landschaften". Mit diesen Evaluierungen wurden neue Standards für eine zentrenübergreifende Konzeptionierung der Forschungsarbeiten in der Gemeinschaft gesetzt. Von diesen gingen wichtige Impulse für das Aufbrechen bestehender institutioneller Strukturen und für die weitere Entwicklung der Umweltforschung in Deutschland aus. Als Mitglied der Senatsarbeitsgruppe "Programmbewertung und Wettbewerbsverfahren" konzipierte Zehnder die Programmorientierte Förderung wesentlich mit. Auch in der in 2008 durchgeführten zweiten Begutachtungsperiode begleitete Zehnder als Beauftragter des Senats die Begutachtungen.
Zehnder studierte und promovierte in den Naturwissenschaften an der ETH Zürich, bevor er Assistant Professor am Department of Civil Engineering der Stanford University und Senior Researcher an der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) und Hochschullehrer an der ETH und der Universität of Zürich wurde. Von 1982 bis 1992 war Zehnder Professor für Mikrobiologie und Leiter des Instituts für Mikrobiologie an der Landwirtschaftlichen Universität Wageningen in Holland. Von 1992 bis 2004 leitete er die EAWAG als Direktor und war Professor für Umweltbiotechnologie der ETH, bevor er Präsident des ETH-Rats wurde. Zehnder war ebenso Berater der Weltgesundheitsorganisation in Marokko. Seit 2008 ist Alexander Zehnder emeritiert.


