Aus der Forschung

In der neuen Tunnelsimulationsanlage im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen wird das Fahrverhalten von Hochgeschwindigkeitszügen unter bislang unerreichten realistischen Bedingungen getestet. Foto: DLR
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Windschnittige Form für Zug der Zukunft
Um die Form von Zügen weiter zu optimieren hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt am DLR-Standort Göttingen zwei neue Forschungsanlagen in Betrieb genommen. In die beiden Anlagen wurden mehr als drei Mio. Euro investiert.
In der weltweit einzigartigen Tunnelsimulationsanlage untersuchen die DLR-Experten die Aerodynamik von Hochgeschwindigkeitszügen, insbesondere während der Einfahrt in den Tunnel: Dabei schiebt sich der Zug wie der Kolben einer Luftpumpe in den Tunnel und erzeugt eine Druckwelle, die zu Knallgeräuschen wie bei Überschallfliegern führen kann. Dies wollen die Helmholtz-Forscher verhindern.
Mit der Seitenwindversuchsanlage kann simuliert werden, welche Kräfte und Drücke bei Seitenwind auf einen Zug wirken. „Bei Tempo 300 wird die Spitze von doppelstöckigen Zügen entlastet, so dass der Zug bei starkem Seitenwind kippen könnte - trotz eines Zuggewichts von hunderten von Tonnen“, erläutert Prof. Dr. Andreas Dillmann, Leiter des DLR-Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik.


