Aus der Forschung

Die Grenzen der magnetischen Domänen können am Computer dreidimensional dargestellt werden. Grafik: HZB/Manke, Grothausmann
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Magnetische Domänen in 3-D
Nicht nur im Kino, auch in der Wissenschaft sind 3-D-Aufnahmen sehr gefragt: Wissenschaftler um Dr. Ingo Manke vom Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie ist es nun erstmals gelungen, die unterschiedlich magnetisierten Bereiche im Inneren von magnetischen Stoffen dreidimensional darzustellen. Dafür durchleuchteten sie die Probe mit Neutronenstrahlen, die durch magnetische Felder schwach abgelenkt werden und trennten die abgelenkten Strahlen raffiniert auf. Zusätzlich wurde die Probe während der Messung, gedreht, um sie aus allen Richtungen zu beleuchten. Dadurch konnte die komplexe Struktur aus magnetischen Domänen vollständig abgebildet werden.
Die Ergebnisse stimmen gut mit theoretischen Vorstellungen überein. Magnetische Strukturen sind aber keineswegs nur von theoretischem Interesse, sie beeinflussen die Materialeigenschaften und entscheiden zum Beispiel bei Speichermedien und Ladegeräten über deren Leistungsfähigkeit und Lebensdauer.


