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Günter Wolf erhält Stern-Gerlach-Medaille 2011

Prof. Dr. Günter Wolf vom Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY wurde die Stern-Gerlach-Medaille 2011 der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) verliehen. Mit der höchsten Auszeichnung der DPG für Leistungen in der experimentellen Physik würdigt die Gesellschaft das Lebenswerk Günter Wolfs in der Elementarteilchenphysik. „Er hat die Entwicklung des Gebiets und die Etablierung des Standardmodells der Elementarteilchen durch wichtige Arbeiten und Entdeckungen nachhaltig geprägt“, heißt es in der Preisbegründung der DPG. Die Medaille wird im kommenden Jahr während der DPG-Jahrestagung überreicht.

Der 72-jährige arbeitet seit den Anfängen von DESY an dem Hamburger Forschungszentrum und hat die Wissenschaft an diesem Zentrum wesentlich mit gestaltet. Sein größter Forschungserfolg ist denn auch unmittelbar mit DESY verbunden: 1979 konnte die TASSO-Kollaboration, deren Sprecher Wolf zeitweise war, die Entdeckung des Gluons verkünden. TASSO war eines der vier Experimente am PETRA-Speicherring, mit denen das Trägerteilchen einer der vier Grundkräfte der Natur, erstmals experimentell nachgewiesen wurde. Vor dieser Entdeckung arbeitete Günter Wolf bereits am ersten Beschleuniger bei DESY, dem Synchrotron DESY.

Seit 1971 war er leitender Wissenschaftler bei DESY und in dieser Funktion an führender Stelle an der Konstruktion und dem Experimentierprogramm von großen Teilchendetektoren an den Speicherringen DORIS, PETRA und HERA beteiligt. 1985 wurde er zum Sprecher der ZEUS-Kollaboration gewählt. ZEUS war einer der beiden großen Teilchendetektoren, in dem die Elektronen und Protonen des Speicherrings HERA zur Kollision gebracht wurden, und Günter Wolf hatte großen Anteil daran, die Konzeption und den Bau des 3.600 Tonnen schweren Detektors zum Erfolg zu führen. Günter Wolf hat zudem als Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gremien die Geschicke der Teilchenphysik weltweit beeinflusst.

abi

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