Hermann

Aus der Forschung

Fluoreszenzfärbung eines Darmkrebs-Gewebeschnittes. Bild:Lutz Langbein/DKFZ

Fluoreszenzfärbung eines Darmkrebs-Gewebeschnittes. Bild: Lutz Langbein/DKFZ

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www.helmholtz.de/dkfz-darmspiegelung-hilft

 

 
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Darmspiegelung hilft: 100.000 Darmkrebsfälle weniger nach nur acht Jahren

Es mag angenehmere Termine geben, aber eine Darmspiegelung lohnt sich für Menschen ab 55 Jahren. Zu diesem Schluss kommt Prof. Dr. Hermann Brenner am Deutschen Krebsforschungszentrum, der mit seinem Team jetzt die bundesweiten Daten aus den letzten acht Jahren ausgewertet hat.

Seit dem Jahr 2003 haben rund vier Mio. Menschen zwischen 55 und 84 Jahren in Deutschland eine Darmspiegelung über sich ergehen lassen. Dabei wurde nach Brenners Berechnungen bis Ende 2010 bei fast 100.000 Menschen der Ausbruch von Darmkrebs verhindert, weil bei der Untersuchung verdächtige Vorstufen entdeckt und entfernt werden konnten. Bei knapp 50.000 Personen fanden sich bereits Karzinome, die aber in den meisten Fällen noch gut behandelbar waren.

Statistisch gesehen ist ab 55 Jahren bereits einer von hundert Menschen an Darmkrebs erkrankt, bei sechs von hundert finden sich direkte Vorstufen von Darmkrebs. Die Kassen finanzieren daher seit 2002 für Menschen ab 55 eine Darmspiegelung; das Angebot wird aber bislang nur von einem kleinen Teil der Berechtigten angenommen.
Würden mehr Menschen das Früherkennungsangebot nutzen, ließen sich noch weitaus mehr Darmkrebsfälle in Deutschland verhüten, meint Brenner. „Nach internationalen Erfahrungen gelingt dies am ehesten durch ein organisiertes Früherkennungsprogramm mit gezielten Einladungen.“

arö

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