Aus der Forschung
Helmholtz baut Promotionsbetreuung aus
Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert den Aufbau von zwei neuen Graduiertenschulen und vier neuen Helmholtz-Kollegs, um dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine optimale Begleitung während der Promotionsphase zu bieten. Dabei sind jeweils eine oder mehrere Universitäten als Kooperationspartner mit an Bord. Die Graduiertenschulen und Helmholtz-Kollegs werden sechs Jahre lang aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft mit jährlich bis zu 500.000 Euro gefördert. Aus den eingegangenen Anträgen für Graduiertenschulen und Helmholtz-Kollegs wählte eine Expertenkommission nun zwei Graduiertenschulen und vier Helmholtz-Kollegs aus, die in den kommenden sechs Jahren aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Gemeinschaft gefördert werden können.
Das Helmholtz-Zentrum München für Gesundheit und Umwelt war mit zwei Anträgen erfolgreich: Die „Helmholtz Graduate School of Environmental Health“ (HELENA), die das HMGU gemeinsam mit der Ludwigs-Maximilians-Universität sowie der Technischen Universität München konzipiert hat, wird mit 500.000 Euro im Jahr gefördert und soll rund 400 Doktoranden eine strukturierte Ausbildung rund um Erkrankungen bieten, die von Umweltfaktoren und Lebensstil beeinflusst sind. Außerdem wurde der Antrag auf ein Helmholtz-Kolleg zu „Biologie und Erkrankungen der Lunge“ bewilligt, das nun mit 250.000 Euro jährlich gefördert wird und mit der Ludwigs-Maximilians-Universität, dem Klinikum der Universität München und weiteren Partnern kooperiert.
Auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) kann sowohl eine neue Graduiertenschule als auch ein neues Helmholtz-Kolleg einrichten: Die „KIT-Graduate School for Climate and Environment“ (KIT-GRACE) wird in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Darmstadt aufgebaut und erhält nun jährlich 450.000 Euro. Das Helmholtz-Kolleg „Energy-related Catalysis“ arbeitet mit der Universität Heidelberg zusammen und wird rund 20 Studierende aufnehmen, die katalytische Verfahren für die Umwandlung und Speicherung von Energie untersuchen. Dieses Helmholtz-Kolleg wird mit jährlich 300.000 Euro gefördert.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt baut in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin ein Helmholtz-Kolleg zum Thema „Sicherheitstechnologien“ auf, das durch die Helmholtz-Gemeinschaft nun mit 300.000 Euro jährlich gefördert wird.
Das Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches Geoforschungszentrum GFZ richtet das Helmholtz-Kolleg „GeoSim“ ein, das sich mit der explorativen Simulation in den Geowissenschaften beschäftigt und mit der Freien Universität Berlin sowie mit der Universität Potsdam kooperiert. Das Helmholtz-Kolleg „GeoSim“ wird mit 300.000 Euro jährlich gefördert.
Mit den neu bewilligten Vorhaben fördert die Helmholtz-Gemeinschaft nun insgesamt acht Graduiertenschulen und elf Helmholtz-Kollegs aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds. Während ein Helmholtz-Kolleg eine kleine Einheit mit einem begrenzten wissenschaftlichen Programm für bis zu 25 herausragende Doktoranden pro Jahr ist, ist eine Graduiertenschule als Dach zu verstehen, unter dem je nach Ausrichtung und Größe des Zentrums wenige bis zahlreiche, fachlich unterschiedliche oder auch Disziplinen übergreifende Curricula zusammengefasst werden.


