Internationales
Deutsch-Jordanische Zusammenarbeit zu Abwassertechnologien
In Fuheis bei Amman in Jordanien ist die erste Demonstrationsanlage für dezentrale Abwasserwirtschaft eingerichtet worden. UFZ-Forscher arbeiten zusammen mit weiteren deutschen und jordanischen Einrichtungen und Unternehmen an dezentralen Abwasserbehandlungstechnologien, die an die ariden Standortbedingungen adaptiert sind. Jordanien plant, die Menge des wiederverwendeten Abwassers bis 2022 auf 256 Millionen Kubikmeter pro Jahr zu steigern und damit mehr als zu vervierfachen.
Die jetzt eröffnete Demonstrationsanlage in Fuheis ist Teil des internationalen Forschungsprojektes SMART (Sustainable Management of Available Water Resources with Innovative Technologies). Israelische, palästinensische, jordanische und deutsche Forscher, Ministerien und Unternehmen arbeiten dabei zusammen, um ein integriertes Wasserressourcenmanagement für das Einzugsgebiet des Jordans zu erarbeiten, das sich auf mehrere Länder des Nahen Osten erstreckt. Der hohe Wasserbedarf und die geringen Wassermengen erfordern dabei, alle verfügbaren Ressourcen einzubeziehen: Grundwasser, Oberflächenwasser, Abwasser, Brackwasser und Regenwasser. Die Wiederverwendung von Abwasser gehört daher genauso zum Konzept wie der Schutz der Ressourcen vor Verschmutzung, eine künstliche Grundwasseranreicherung und einer Bedarfssteuerung durch eine angepasste Preispolitik.
Im Moment planen die Leipziger Forscher dezentrale Abwasserbehandlungstechnologien und das dazugehörige Betreiberkonzept exemplarisch auf ein Modelldorf Jordaniens zu übertragen. Später sollen größere Gebiete dezentral erschlossen werden und dadurch zusätzliche Wasserressourcen zur Wiederverwertung bereitgestellt werden.
Mehr Informationen:
www.helmholtz.de/ufz-jordanien


