Hermann

Aus der Forschung

2009 wurden die Forschungsbereiche Energie, Schlüsseltechnologien und Struktur der Materie begutachtet. Bilder: ESA, KIT, DESY

2009 wurden die Forschungsbereiche Energie, Schlüsseltechnologien und Struktur der Materie begutachtet. Bilder: ESA, KIT, DESY

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Spitzenforschung in 28 Programmen

Alle fünf Jahre stellt die Helmholtz-Gemeinschaft ihre Forschungsvorhaben auf den Prüfstand und lässt sie von unabhängigen Gutachtern bewerten. Dabei sind zwei Kriterien ausschlaggebend: die wissenschaftliche Exzellenz der Forschungsvorhaben im internationalen Vergleich und die strategische Relevanz. Dieser Prozess der Programmorientierten Förderung ist 2008/2009 in die zweite Runde gegangen und nun abgeschlossen worden.

Ein großer Teil der Veränderungen geht von den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern selbst aus, die bereits im Vorfeld der Begutachtung selbstkritisch prüfen, ob Forschungsvorhaben hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, welche Projekte besonders fruchtbar sind und wo es ungenutzte Synergien gibt. Sie bereiten sich auf die Begutachtungen vor, indem sie die Forschungsprogramme für die kommende Förderperiode so aufstellen, dass eine Qualitätssteigerung zu erwarten ist. Das Verfahren trägt dazu bei, dass sich die Zentren auf ihre Stärken konzentrieren. Forschungsvorhaben, die nicht wettbewerbsfähig sind, kommen so erst gar nicht bis zum Begutachtungsprozess. Dieser selbstgesteuerte Prozess im Vorfeld führt zu einer stetigen Verbesserung, die auch von den 347 internationalen und unabhängigen Gutachtern gesehen wurde.

Die globale Verteilung der Budgetsteigerungen auf die Forschungsbereiche wird durch forschungspolitische Vorgaben bestimmt, die im Dialog zwischen Politik und Wissenschaft erarbeitet werden. Hier geht es vor allem um die strategische Relevanz der Forschung. Die Empfehlungen der Gutachter haben Einfluss auf die Verteilung auf die einzelnen Forschungsvorhaben. Mit dem Jahr 2009 hat die zweite Programmperiode im Rahmen der Programmorientierten Förderung, zunächst für die Forschungsbereiche Erde und Umwelt, Gesundheit und Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr begonnen. Im Jahr 2010 startet die zweite Runde für die Forschungsbereiche Energie, Schlüsseltechnologien und Struktur der Materie. Die Zentren haben ihre Forschung in insgesamt 28 neuen Programmen gebündelt.

 

Was bringt die neue Förderperiode?

Energie (2010 - 2014): Der jährliche Aufwuchs, der durch die Zuwendungsgeber vorgegeben ist, beträgt in diesem Forschungsbereich plus 1,5 Prozent. Forschung, die kurz- und mittelfristig Lösungen für eine umweltfreundlichere Energieversorgung erwarten lässt, wird mit großem Einsatz ausgebaut. Die Programme Erneuerbare Energien und Rationelle Energieumwandlung haben Themen wie Biomasse und Verbrennungsoptimierung miteinbezogen, die früher dem Forschungsbereich Erde und Umwelt zugeordnet waren. Das neue Querschnittsprogramm Technologie, Innovation und Gesellschaft wird von den Forschungsbereichen Energie und Schlüsseltechnologien gemeinsam geführt. Programmübergreifend ist geplant, eine Initiative zur Entwicklung von Energiespeichersystemen zu starten, die zwischen 2010 und 2014 mit insgesamt 14,49 Millionen Euro gefördert werden soll.

Erde und Umwelt (2009 - 2013): Der jährliche Aufwuchs, der durch die Zuwendungsgeber vorgegeben ist, beträgt in diesem Forschungsbereich plus 1,9 Prozent. Die Klimaforschung wird ausgebaut und der Wissenstransfer in die Gesellschaft durch regionale Klimabüros und einem Climate Service Center verstärkt. Zudem arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren Helmholtz-Zentren gemeinsam in einer neu gegründeten Klimainitiative.

Gesundheit (2009 - 2013): Der jährliche Aufwuchs, der durch die Zuwendungsgeber vorgegeben ist, beträgt in diesem Forschungsbereich plus 2,8 Prozent. Dabei sind außerordentliche neue Forschungsinitiativen gestartet, wie zum Beispiel der Ausbau der Translationsforschung und der Aufbau der Helmholtz-Kohorte, in der rund 200.000 Menschen über zehn bis zwanzig Jahre lang begleitet werden.

Schlüsseltechnologien (2010 - 2014): Der jährliche Aufwuchs, der durch die Zuwendungsgeber vorgegeben ist, beträgt in diesem Forschungsbereich plus 1,8 Prozent. Der Forschungsbereich Schlüsseltechnologien hat sich neu strukturiert und drei weitere Programme gebildet, in die auch Forschungsprojekte aus dem Bereich Struktur der Materie (Programm Kondensierte Materie) eingeordnet werden. Neue Materialklassen sind die Voraussetzung um Fortschritte zu erreichen, ob in Energiespeichersystemen, in Informationstechnologien oder für den Leichtbau. Das neue Querschnittsprogramm Technologie, Innovation und Gesellschaft wird von den Forschungsbereichen Energie und Schlüsseltechnologien gemeinsam geführt.

Struktur der Materie (2010 - 2014): Der jährliche Aufwuchs, der durch die Zuwendungsgeber vorgegeben ist, beträgt in diesem Forschungsbereich plus 1,4 Prozent. Die Ausgliederung des Programms Kondensierte Materie in den Forschungsbereich Schlüsseltechnologien führt zu einer Stärkung der Kernkompetenz dieses Forschungsbereichs, der Entwicklung von und Forschung an Großgeräten. Vorherrschend sind im Forschungsbereich Struktur der Materie langfristige Vorhaben im internationalen Rahmen an weltweit einzigartigen Großgeräten. Als Ergebnis der hervorragenden Begutachtung wird die Helmholtz-Allianz „Physik an der Teraskala“ in eine dauerhafte Finanzierung überführt. .

Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr (2009 - 2013): Der jährliche Aufwuchs, der durch die Zuwendungsgeber vorgegeben ist, beträgt in diesem Forschungsbereich plus 2,6 Prozent. Hier werden Forschungsinfrastrukturen wie das Forschungsflugzeug HALO aufgebaut, die für die Umweltforschung eingesetzt werden. Rund die Hälfte der Grundfinanzierung fließt in die Raumfahrt, die auch Forschungssatelliten betreibt, welche für Fragen aus dem Forschungsbereich Erde und Umwelt im Einsatz sind.

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11.01.2013
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