Aus der Forschung

Deichbruch südlich der Elbe bei Seegrehna. Foto: Andre Künzelmann/UFZ
Am Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) sind acht Helmholtz-Zentren beteiligt:
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung
Karlsruher Institut für Technologie: Institut für Meteorologie und Klimaforschung
GKSS-Forschungszentrum Geesthacht
Forschungszentrum Jülich
Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Weitere Informationen:
Regionale Auswirkungen des Klimawandels
Wie wird sich der Klimawandel regional auswirken? Wie beeinflussen sich anthropogene Einwirkungen und natürliche Klimaschwankungen gegenseitig? Und auf welcher Wissensbasis können Regionen auf erwartete Änderungen reagieren? Acht Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft bündeln ihre Kompetenzen in dem Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM), um solche Fragen zu beantworten. Der Verbund ist mit einem Budget von 32,2 Millionen Euro für die Jahre 2009 bis 2013 ausgestattet.
Globale Klimamodelle haben in den vergangenen Jahren ermöglicht, wesentliche Prozesse von Klimaschwankungen und den menschlichen Einfluss auf das Klima ansatzweise zu verstehen. Zu den konkreten Auswirkungen auf einzelne Regionen gibt es jedoch großen Bedarf an weiterer Forschung. Ob in bestimmten Regionen zum Beispiel die Sommer trockener oder die Winter feuchter werden, ist für die landwirtschaftliche Nutzung aber entscheidend. Und auch um Küstenschutzmaßnahmen entsprechend zu planen, sind detaillierte Szenarien zur Erhöhung des Meeresspiegels erforderlich.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung haben sich acht Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft zum Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) zusammengeschlossen. Zu den Forschungsaufgaben zählen Fragen nach der Wechselwirkung zwischen Atmosphäre, Eis, Ozean und Landoberflächen, nach den Einflüssen durch natürliche Klimaschwankungen, nach den Veränderungen, die der Klimawandel regional in Ökosystemen, Wasserressourcen und Waldgebieten bewirken könnte sowie nach der Wahrscheinlichkeit von Extremereignissen wie Stürmen, Hochwasser und Dürre.
Wissenschaftler der acht beteiligten Zentren werden dafür die Datengrundlage für ihre Modellrechnungen verbessern und räumlich hoch aufgelöste Analysen und Szenarien erstellen. „Detaillierte Beobachtungen und Prozessstudien sollen zu optimierten gekoppelten Klima-Modellen führen, die uns aufzeigen, wie sich geänderte Bedingungen im Klimasystem regional und lokal auswirken“, erläutert Lemke. Somit können die Forscher zukünftig Politik, Wirtschaft, Behörden und die breite Öffentlichkeit mit wissenschaftlich fundierten Daten und Szenarien bei Entscheidungen zur Regionalentwicklung besser beraten. „Wir werden unser Fachwissen in REKLIM zusammenführen, um fundierte Entscheidungsgrundlagen zu erarbeiten, wie Regionen sich an den Klimawandel anpassen können oder was es zu vermeiden gilt “, so der Klimawissenschaftler weiter.


