Hermann

Aus der Forschung

Die PETRA III-Experimentierhalle ist knapp 300 Meter lang und nimmt 30 neue Experimente auf. Foto: DESY

Die PETRA III-Experimentierhalle ist knapp 300 Meter lang und nimmt 30 neue Experimente auf. Foto: DESY

 
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Neues Licht für die Forschung

Schon vor Aufnahme des Messbetriebs hat PETRA III am Helmholtz-Zentrum DESY einige Rekorde gebrochen. So wurde für die Experimentierhalle die längste Betonplatte der Welt aus einem Guss hergestellt und auch das Licht, das hier erzeugt werden kann, ist spektakulär: Hier wird der feinste und brillanteste Röntgenstrahl der Welt erzeugt, um Atome und ihre Positionen in den unterschiedlichsten Materialien sichtbar zu machen. Damit ist PETRA III die weltbeste Speicherring-Lichtquelle.

Die Bodenplatte für die Experimentierhalle ist 280 Meter lang, 24 Meter breit und einen Meter dick. Notwendig war diese technische Meisterleistung, um zu garantieren, dass die Bodenplatte von anderen Teilen des Bauwerks entkoppelt ist, so dass die Messgeräte quasi erschütterungsfrei auf festem Grund stehen. Denn hier wird der feinste und brillanteste Röntgenstrahl der Welt erzeugt, um Atome und ihre Positionen in den unterschiedlichsten Materialien sichtbar zu machen. Erst vor wenigen Wochen hat PETRA III den Weltrekord in der Disziplin „kleinste Emittanz“ aufgestellt: der Strahl bleibt über weite Strecken extrem scharf gebündelt.
PETRA III baut auf dem weltbekannten Ringbeschleuniger PETRA (Positron-Electron Tandem Ring Accelerator) auf, an dem vor mehr als zwanzig Jahren das Gluon entdeckt wurde, der Klebstoff, der die Welt im Innersten zusammenhält. Nun bricht eine neue Ära an. DESY wird in den nächsten Jahren ein Forschungszentrum des Lichts. Und PETRA III ergänzt in idealer Weise den Röntgenlaser European XFEL, der in internationaler Zusammenarbeit ebenfalls hier gebaut wird.
Das Gesamtbudget für den Umbau zu PETRA III beträgt 225 Millionen Euro. Über Helmholtz-Ausbauinvestitionen hat die Helmholtz-Gemeinschaft rund 20 Millionen Euro beigesteuert. PETRA III erzeugt aber nicht nur ein besonderes Licht für die Forschung, sondern ist selbst auch ein visuelles Erlebnis: Die Fassade, die das Architekturbüro Dinse Feest Zurl entworfen hat, ist durch horizontale farbige Bänder aus Leichtmetallpaneelen gegliedert. Je nach Tageszeit entsteht ein anderes Farbenspiel auf den blanken Metallschuppen. Und die Innengestaltung spielt die Farben des Regenbogens durch und schafft eine inspirierende Umgebung für neue Forschung mit Licht.

 

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11.01.2013
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