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Forschung mit Synchrotronstrahlung ausgezeichnet

Auf dem ersten gemeinsamen Treffen von Nutzern des Forschungsreaktors BER II und des Synchrotrons BESSY II am 12. und 13. November 2009 hat der Freundeskreis Helmholtz-Zentrum Berlin e. V. den „Ernst-Eckhard-Koch-Preis“ und den „Innovationspreis für Synchrotronstrahlung“ verliehen. Der Ernst-Eckhard-Koch-Preis für herausragende Dissertationen geht in diesem Jahr an Stephen Peter Berkebile von der Karl-Franzens-Universität Graz. Der 33-jährige US-Amerikaner nutzte verschiedene spektroskopische Methoden bei BESSY II, um das Wachstum von organischen Filmen zu untersuchen. Die Arbeit lieferte detaillierte Aussagen zur Elektronenbandstruktur der einzelnen Schichten und damit neue Erkenntnisse zum Ladungstransport in molekularen dünnen Filmen. Wichtig ist dies für die Weiterentwicklung der organischen Elektronik, also Transistoren oder LEDs, die aus organischen Materialien bestehen, und von organischen Solarzellen. Der Ernst-Eckhard-Koch-Preis wird vergeben für Doktorarbeiten, die Forschungen mit Synchrotronstrahlung am HZB oder beim Hamburger Synchrotronstrahlungslabor HASYLAB am DESY zum Gegenstand haben. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert.

Den Innovationspreis Synchrotronstrahlung erhält in diesem Jahr ein Wissenschaftlerteam aus der Abteilung Optische Systeme des HZB. Heiner Lammert, Tino Noll, Frank Siewert und Tomas Zeschke haben ein Ultrapräzisions-Messinstrument für optische Oberflächen entwickelt. Mit der Nanometer Optikkomponenten Messmaschine (NOM) haben sie ein völlig neues Messprinzip etabliert: die sogenannte winkelmessende Deflektometrie mittels Autokollimator. Damit können die Experten Spiegel mit einer Genauigkeit vermessen, die im Subnanometerbereich liegt -  eine wichtige Voraussetzung, um hochgenaue optische Flächen noch präziser herstellen zu können.
Optische Komponenten, wie zum Beispiel Reflektionspiegel und Gitter werden benötigt, um Synchrotronstrahlung genau fokussieren und monochromatisieren zu können. Der Innovationspreis Synchrotronstrahlung wird europaweit ausgeschrieben und honoriert exzellente Leistungen, die maßgeblich zur weiteren Entwicklung von Technik, Methoden oder Nutzung der Synchrotronstrahlung beitragen. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird von der SPECS GmbH und der BESTEC GmbH gesponsert.

Der „Freundeskreis Helmholtz-Zentrum Berlin e. V.“ führt die Arbeit des ehemaligen „Verein der Freunde und Förderer von BESSY“ seit der Fusion Anfang des Jahres unter dem neuen Namen fort.

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11.01.2013
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