Hermann

Aus der Forschung

Die Überlagerung von Aufnahmen mit Gravitationslinsen (Blau) und Röntgenteleskopen (Rot) weist auf die Existenz Dunkler Materie im „Bullet Cluster“ hin. Bild: NASA

Die Überlagerung von Aufnahmen mit Gravitationslinsen (Blau) und Röntgenteleskopen (Rot) weist auf die Existenz Dunkler Materie im „Bullet Cluster“ hin. Bild: NASA

 
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Virtuelles Institut Teilchenkosmologie abgeschlossen

Die fundamentalsten Fragen der Physik drehen sich um die Struktur von Raum und Zeit, um den Aufbau der Materie und um die rätselhafte Dunkle Materie und Dunkle Energie. „Dabei hat sich dieses Feld in den letzten Jahren sehr rasch entwickelt. Im Ausland entstanden eigene Kompetenzzentren wie das Kavli-Institute in den USA, das Institut AstroParticule et Cosmologie in Paris, das Institute for the Physics and Mathematics of the Universe in Tokyo, während in Deutschland nur einige Arbeitsgruppen unabhängig voneinander an diesen Problemen arbeiteten“, berichtet Prof. Dr. Wilfried Buchmüller, theoretischer Physiker am DESY. Als Buchmüller von dem neuen Förderinstrument der Virtuellen Institute erfuhr, schrieb er sofort einen Antrag, der bewilligt wurde. Im Virtuellen Institut „Teilchenkosmologie“ haben sich zwischen 2005 und Anfang 2009 vier renommierte Arbeitsgruppen aus DESY und den Universitäten Bonn, Heidelberg und München zusammen geschlossen. „Gemeinsam konnten wir das Forschungsgebiet besser abdecken und damit auch international mehr Aufmerksamkeit gewinnen“, sagt Buchmüller. Die Förderung finanzierte vier Postdoktoranden und den Austausch in Form von Reisen, Workshops und Konferenzen, auf denen Nachwuchswissenschaftler international bekannten Physikern begegnen konnten.

„Die Zusammenarbeit ist durch diesen Rahmen erheblich fruchtbarer geworden“, betont Buchmüller, „wir tauschen Mitarbeiter aus, beraten uns bei Stellenbesetzungen und stimmen Arbeiten aufeinander ab, damit wir größere Erkenntnisfortschritte erreichen können.“

Die Förderung für das Virtuelle Institut ist seit Anfang 2009 beendet, die gemeinsame Arbeit geht nun im Rahmen zweier Sonderforschungsbereiche weiter, die Teilchenkosmologen bereiten sich darauf vor, ihre theoretischen Modelle demnächst an Hand von experimentellen Daten aus Satellitenexperimenten und dem LHC zu überprüfen.

arö

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11.01.2013
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