Hermann

Aus der Forschung

Das Bild zeigt die Region Xanthe Terra im Marshochland, wie sie von der deutschen Stereokamera HRSC auf der ESA-Raumsonde Mars Express aufgenommen wurde. Gut sichtbar ist das Talsystem Nanedi Valles,...

Das Bild zeigt die Region Xanthe Terra im Marshochland, wie sie von der deutschen Stereokamera HRSC auf der ESA-Raumsonde Mars Express aufgenommen wurde. Gut sichtbar ist das Talsystem Nanedi Valles, durch das einst Wasser geflossen ist. Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)

Kontakt

Andreas Schulze

Ansprechpartner Helmholtz-Allianzen
Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Anna-Louisa-Karsch-Str. 2
10178 Berlin

andreas.schulze(at)helmholtz.de


Helmholtz-Allianz für Planetenentwicklung und Leben:


Laufzeit:

April 2008 bis März 2013

Fördersumme:

16,75 Mio. Euro

Sprecher:

Prof. Dr. Tilman Spohn (DLR-Institut für Planetenforschung)

Helmholtz-Zentren:

DLR, AWI, FZK, HZB

Partnerinstitute:

Max-Planck-Institute für Biogeochemie und für Sonnensystemforschung, Observatoire de la Côte d’Azur, Instituts für Weltraumforschung (Österreichische Akademie der Wissenschaften), Polar Geophysical Institute (Russian Academy of Sciences); Service d’Aeronomie (CNRS); Centre de Recherche Astronomique de Lyon, Ecole Normale Supérieure

Universitäten:

FU-, HU-, TU-Berlin, Münster, Duisburg-Essen, London South Bank University, Yale University

Universitäten (ohne Zuwendung):

Pennsylvania State University, TU Braunschweig; TH Wildau 

Mehr Informationen:

www.helmholtz.de/allianz-pel

 

 
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Helmholtz-Allianz „Planetenentwicklung und Leben“

Ist Leben auf anderen Planeten möglich? Welche Bedingungen sind dafür auf anderen Himmelskörpern und in entfernten Sonnensystemen gegeben? Wie beeinflussen sich die geologische Entwicklung von Planeten und die Entstehung von Leben gegenseitig? Auf Fragen dieser Art suchen die Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz „Planetenentwicklung und Leben“ unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nach Antworten.

Die Helmholtz-Allianz ist im April 2008 gestartet. Rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vier Helmholtz-Zentren, internationalen Forschungseinrichtungen sowie Universitäten gehen arbeitsteilig den Wechselwirkungen von Leben und planetarer Entwicklung auf den Grund. Dabei beziehen die Allianz-Wissenschaftler den gesamten Planeten von seiner Atmosphäre und Magnetosphäre bis zum Planeteninneren mit ein und berücksichtigen neben erdähnlichen Planeten wie Mars und Venus auch einige Monde des Sonnensystems, wie Titan und Europa und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

Bereits jetzt gibt es neue Erkenntnisse, die sich auf die Verteilung flüchtiger Stoffe wie Wasser und Kohlendioxid im frühen Sonnensystem und zum Transport aus dem Inneren der Planeten beziehen. Diese flüchtigen  Stoffe sind besonders interessant, weil Wasser die zentrale Stoffwechselsubstanz uns bekannter Lebensformen ist und dieses Leben auf der Kohlenstoffchemie basiert. Die Allianzwissenschaftler konnten zeigen, dass einzelne Bakterien- und Sporenkulturen heutige Marsbedingungen mehrere Wochen lang überstehen. Untersuchungen ergaben ferner, dass Wasserfilme um Mikroben auch bei -20°C und Marsatmosphärendruck erhalten bleiben und dass einzelne Minerale die Feuchtigkeit der Marsatmosphäre absorbieren und in eine salzhaltige wässrige Lösung umsetzen können, die primitive Organismen zum Stoffwechsel nutzen könnten.

Mit der MarsExpress-Mission konnte die Frühphase der Marsentwicklung genauer rekonstruiert werden. Es zeigt sich, dass der Mars auch früher eher der Wüstenplanet war, der er heute noch ist. Allerdings gab es damals Intervalle, in denen Wasser floss oder in Seen stand. In diesen zeitlich und lokal begrenzten Oasen könnte sich Leben entwickelt haben. Der Beweis für früheres Leben auf dem Mars steht allerdings aus. Auch auf Titan wurden Flüsse und Seen aus Kohlenwasserstoffen mit Hilfe des Infrarotspektometers auf der Mission Cassini-Huygens entdeckt. Die  erste „Supererde“ außerhalb unseres Sonnensystems von etwa doppeltem Erdradius konnte mit Hilfe der Corot Mission  lokalisiert werden. Der Planet Corot-Exo-7b umkreist mit seinen sechs Erdmassen den Stern Corot-Exo-7 in etwa hundert Lichtjahren Entfernung von uns im Sternbild Einhorn.

Andreas Schulze

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11.01.2013
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