Internationales
Große Schritte in der US-Forschungspolitik
Eine Aufstockung der Fördermittel für die US-Forschung kündigt Barack Obama im Wissenschaftsmagazin Nature (27. April 2009) an. Der US-Präsident will das Budget für Forschung und Entwicklung von bisher 2,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts auf 3 Prozent anheben, das bedeutet eine Steigerung von rund 46 Milliarden Dollar im Jahr. Zwei Drittel davon müssten allerdings Unternehmen aufbringen, der Staat dagegen würde rund 15 Millarden Dollar beitragen. Bereits im Februar brachte Obama ein Konjunkturpaket von über 21 Milliarden Euro für die Wissenschaft auf den Weg. Obama wiederholte auch sein Versprechen, die Mittel für Krebsforschung bis 2017 zu verdoppeln und die naturwissenschaftliche Bildung weiter zu verbessern.
John Marburger, Wissenschaftsberater des ehemaligen Präsidenten George W. Bush, hält die Entscheidungen Obamas für richtig und unterstützt seine Pläne. Er sieht allerdings ein Problem in der Beteiligung der Wirtschaft. „Die Regierung kann das nicht alles allein machen, zwei Drittel der Gelder müssen von der Wirtschaft aufgebracht werden, dabei sind wir mitten in einer Rezession“, gibt Marburger zu bedenken. Den richtigen Weg habe Obama jedoch seiner Ansicht nach schon eingeschlagen, indem er vorgeschlagen habe, die Forschung in Unternehmen durch Steueranreize zu fördern.


