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Erdbebenwellen im Labor

GFZ-Wissenschaftler haben mit Kollegen aus anderen Forschungseinrichtungen experimentell nachgewiesen, dass im unteren Erdmantel zwischen 660 und 2900 km Tiefe die Geschwindigkeit der Scherwellen stark von der Ausrichtung des Minerals Ferroperiklas abhängt. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass sich Erdbebenwellen ungleichmäßig ausbreiten. Um dies zu beobachten, erzeugten die Geophysiker am GFZ mit Diamantstempelzellen Drücke, wie sie im Erdmantel vorkommen und untersuchten das Verhalten des Gesteins. Die neuen Erkenntnisse haben praktischen Wert, um die Fließbewegungen im unteren Erdmantel aus der messbaren Richtungsabhängigkeit der S-Wellengeschwindigkeiten abzuleiten und so plattentektonische Prozesse besser zu verstehen.

Mehr Informationen:

www.helmholtz.de/gfz-erdbebenwellen

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11.01.2013
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