In Kürze
Selbstreparatur nach Strahlenschäden beobachtet
Wissenschaftler am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung haben erstmals direkt die Reparaturvorgänge an der im Zellkern befindlichen DNA beobachtet. Dazu bestrahlten sie menschliche T-Zellen am Ionen-Beschleuniger des GSI und beobachteten die geschädigten Zellen mehrere Stunden lang nach der Bestrahlung. Dazu markierten sie die Proteine, die für die Reparatur verantwortlich sind, mit fluoreszierenden Farbstoffen, so dass sie im Mikroskop sichtbar sind. Die Untersuchung zeigt, dass Reparatur-Proteine zur Schadensstelle hinwandern. Größere Bewegungen der Chromosomen sind für die Reparatur daher nicht nötig. Bei Reparaturfehlern werden daher wahrscheinlich am ehesten DNA-Bruchstücken zwischen benachbarten Chromosomen ausgetauscht. Solche Reparaturfehler können Krebs verursachen.


