Hermann

Aus der Forschung

Ausgebaut werden soll auch die weltweit einzigartige Technologieplattform für die Magnesium-Forschung am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht. Dort werden neue Leichtbaumaterialien entwickelt....

Ausgebaut werden soll auch die weltweit einzigartige Technologieplattform für die Magnesium-Forschung am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht. Dort werden neue Leichtbaumaterialien entwickelt. Gewichtsreduzierung im Automobil- und Flugzeugbau hilft Energie zu sparen. Foto: GKSS

 
0 Kommentare

Investitionen in Krisenzeiten

Von den jetzt aufgesetzten Konjunkturpaketen profitieren Forschung und Bildung in erheblichem Maße - und das ist auch richtig so: Erstens sichern sie Arbeitsplätze in Bau und Zulieferindustrie und stimulieren dadurch die Wirtschaft. Zweitens senken sie die Betriebskosten, zum Beispiel durch die energetische Sanierung von Gebäuden. Und drittens – langfristig ist das der wichtigste Aspekt – steigert die Modernisierung der Infrastruktur von Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Attraktivität unseres Landes im Wettbewerb um die besten Köpfe.

Das darf uns jetzt aber nicht zu der Annahme verleiten, dass wir mit den Konjunkturpaketen unsere Probleme im Bereich Bildung und Forschung gelöst hätten. Was wir jetzt versuchen zu beseitigen, ist ein über viele Jahre angewachsener Investitionsstau. Damit sind wir sozusagen wieder bei „Normalnull“. Noch ungeklärt ist die Entwicklung der Haushalte unserer Einrichtungen in den kommenden Jahren. Die Verhandlung dieser Frage steht in Kürze an, wenn es um die Entscheidungen über die Fortsetzung von Exzellenzinitiative, Hochschulpakt einschließlich der Overheads und Pakt für Forschung und Innovation geht. Dabei dürfen wir weder den Fehler machen, die dafür erforderlichen Mittel mit den Konjunkturpaketen zu verrechnen, noch das Paket auseinanderzureißen. Unser Wissenschaftssystem wird sich nur dann weiterentwickeln, wenn sowohl die universitäre als auch die außeruniversitäre Landschaft gleichermaßen gestärkt wird.

Die Universitäten sind für die Helmholtz-Gemeinschaft der wichtigste Partner im deutschen Wissenschaftssystem. Es gibt vielfältige Kooperationen, für die insbesondere die Forschungsinfrastrukturen der Helmholtz-Gemeinschaft Kristallisationskerne sind. Eng ist die Zusammenarbeit auch in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Gemeinsam bilden wir zurzeit über 4000 Doktorandinnen und Doktoranden aus, sorgen mit Graduiertenschulen und Helmholtz-Kollegs dafür, jungen Menschen eine gut strukturierte Ausbildung in der Forschung anzubieten.

Den Investitionen in die Infrastrukturen müssen jetzt Investitionen in die Köpfe folgen, damit sich erstere auch langfristig lohnen. Deshalb können wir weder auf den Pakt für Forschung und Innovation, noch auf den Hochschulpakt und die Exzellenzinitiative verzichten.

Jürgen Mlynek

zurück

Kommentare zum Artikel
 
Noch keine Beiträge vorhanden.
Bitte Beitrag eingeben:


Ihr Name*   
Ihre E-Mail*   
Betreff*
Beitrag 

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spam-Abwehr.

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Antworten als Mail weiterleiten? 
* = Pflichtfelder

 
 

hermann 03/2009 als PDF

Die aktuelle Datei zum Download

 

 

11.01.2013
Druck-Version dieser Seite
Perma-Link