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Aus der Forschung

Simulatoren wie der Bewegtsimulator des DLR spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme. Bild: DLR

Simulatoren wie der Bewegtsimulator des DLR spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme. Bild: DLR

 
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Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch zuverlässige Fahrerassistenzsysteme

Wie können zuverlässige Fahrerassistenzsysteme (FAS) für Automobile entwickelt werden, die den Menschen besser beim Fahren unterstützen und Unfälle verhindern? Dieser Frage geht das Virtuelle Institut DeSCAS (Design of Safety-Critical Automotive Systems) nach, das seit März 2007 aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert wird. Darin arbeiten Psychologen und Technikexperten aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Universität Oldenburg und der TU Braunschweig bis Februar 2010 gemeinsam an neuartigen Werkzeugen und Methoden zur Entwicklung von FAS.

In einem ersten Schritt untersuchen Psychologen das menschliche Verhalten beim Autofahren, dafür beobachten sie Testpersonen sowohl im Simulator als auch in der Realität. Dies ist eine wichtige Grundlage, auf der Informatiker und Ingenieure unterschiedliche Prototypen von Assistenzfunktionen entwickeln. Mit Sicherheitsanalysen prüfen die Experten eng mit der Entwicklung verknüpft, ob sich die neuen Komponenten auch in der Praxis wie gewünscht verhalten und wie Menschen damit zurechtkommen. Die im Virtuellen Institut erarbeiteten Methoden vereinfachen dabei die interdisziplinäre Entwicklungsarbeit.

„Mit den Forschungen in DeSCAS legen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen wichtigen Grundstein für die systematische Entwicklung zuverlässiger Fahrerassistenzsysteme“, erläutert Prof. Dr. Karsten Lemmer, Leiter des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik, die Relevanz des Virtuellen Instituts. Die Industrie ist an solchen Methoden interessiert, zum Beispiel um Notbrems- und Spurhalteassistenten oder elektronische Stabilitätsprogramme fehlertoleranter und damit sicherer zu gestalten.

Die im Virtuellen Institut durchgeführten Entwicklungen fließen in Arbeiten des CESAR-Projekts (Cost-efficient methods and processes for safety relevant embedded systems) ein, das mit 55 Partnern aus Forschung und Industrie neben einem ebenfalls hohen Forschungsanteil zudem einen stärkeren Anwendungsbezug hat.

Zusätzlich setzt DeSCAS auf Nachwuchsförderung. Im Wintersemester 2008/09 gab es eine (dazu passende) Lehrveranstaltung an der Universität Oldenburg, die mit Experten grundlagen- und praxisorientiert den Entwicklungsprozess für zuverlässige Fahrerassistenzsysteme aufzeigte. Im Sommer dieses Jahres stellen sie ihr Projekt und ein Versuchsfahrzeug auf dem „Tag der Kraftfahrzeugtechnik“ an der TU Braunschweig vor.

Lisa Gallasch

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11.01.2013
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