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Aus der Forschung

Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Foto: David Ausserhofer

Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Foto: David Ausserhofer

 
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Drei Fragen an Jürgen Mlynek

Der Senat hat Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, in seinem Amt bestätigt. Einstimmig hatte zuvor die Mitgliederversammlung dafür votiert.

Red.: Was haben Sie in Ihrer zweiten Amtszeit vor?

Prof. Jürgen Mlynek: Ich will die Mission der Helmholtz-Gemeinschaft noch stärker mit Leben füllen und die bisher erfolgreichen Initiativen weiter entwickeln. Dazu gehört, dass wir Talente auf allen Ebenen rekrutieren und fördern – zum Beispiel mit unserer strukturierten Doktorandenausbildung, den Helmholtz-Nachwuchsgruppen und der Helmholtz-Akademie für Führungskräfte. Wir wollen die Vernetzung im Wissenschaftssystem voran treiben und beim Management internationaler Forschungsprojekte und Konsortien noch mehr Verantwortung übernehmen.

Red.: Wo sehen Sie wissenschaftlich weiteren Ausbaubedarf?

Prof. Jürgen Mlynek: Energie und Gesundheit sind ganz besondere Schwerpunkte, gerade auch weil wir hier vor gesellschaftlichen Herausforderungen stehen. Neue Energietechnologien, Energiespeicherung, und Energiebiologie sind Themen, die bislang nicht groß genug angepackt werden, aber auch die nukleare Sicherheitsforschung müssen wir ausbauen. In der Gesundheitsforschung werden wir mit den Translationszentren dafür sorgen, dass Grundlagenforschung schneller in die Anwendung kommt.

Red.: Was können die Helmholtz-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter von Ihnen erwarten?

Prof. Jürgen Mlynek: Die Helmholtz-Gemeinschaft soll zum attraktivsten Arbeitgeber im deutschen Wissenschaftssystem werden, dafür wollen wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen fördern. Wir haben in den Helmholtz-Zentren viele hochqualifizierte Menschen mit Zeitverträgen. Diese haben bisher ohne Schwierigkeiten ihren Weg gemacht, jetzt droht durch die Wirtschaftskrise vielen die Arbeitslosigkeit. Wir werden deshalb nach Wegen suchen, um diese Fachkräfte weiter zu beschäftigen, bis sie auf dem Arbeitsmarkt wieder eine Chance haben. Zusätzlich könnten wir uns vorstellen, Ingenieure und andere Hochqualifizierte aufzunehmen, die wegen der Krise von ihren Unternehmen entlassen werden. Spitzenforschung wäre die beste Weiterbildung für diese Fachkräfte, beim nächsten Aufschwung stehen dann Experten bereit.

Red.: Ihre wichtigste Aufgabe ist es, zwischen Forschung und Politik zu vermitteln. Wie ist dies bislang gelaufen?

Prof. Jürgen Mlynek: Eigentlich sehr gut, denn wir sind uns im Wesentlichen einig über die Bedeutung von Forschung für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Das haben nun auch die Beschlüsse zum Pakt für Forschung und Innovation gezeigt, der wie Hochschulpakt und Exzellenzinitiative fortgesetzt wird. Insbesondere Forschungsministerin Annette Schavan hat sich mit großem Engagement dafür eingesetzt und auch hartnäckige Zögerer überzeugen können, dass diese Weichenstellung jetzt beschlossen wird. Wenn ich einen Wunsch an die Politik hätte, würde ich die Zuständigkeit für Forschung und Technik bündeln, ein Bundesministerium für Forschung und Innovation wäre eine feine Sache.

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