Aus der Forschung

Upneet Sandhu vom HZI hat sich besonders gut mit Walter Kohn unterhalten. Foto: arö
Blog zum Helmholtz-Abend von Paula Schramm:
Weitere Informationen:
Wie die Arbeit eines Chemikers aus Äthiopien dazu beiträgt, Landminen zu entfernen, lesen Sie hier:
www.helmholtz.de/ratten-landminen
Nobelpreisträgertreffen in Lindau
580 junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus 67 Ländern waren vom 28. Juni bis 3. Juli 2009 zur Nobelpreisträgertreffen nach Lindau am Bodensee eingeladen, um die 23 Nobelpreisträger aus dem Gebiet der Chemie zu treffen, die auch Vorträge über aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel und Gesundheitsforschung hielten. Sommersonne, die schöne Umgebung und die gesprächsbereiten Menschen aus der ganzen Welt machten dieses Treffen zu einem einmaligen Erlebnis. Aus Europa waren 293 junge Leute gekommen, Asien war mit 147 Talenten vertreten, Nordamerika mit 99, Südamerika und Australien mit jeweils 15 und aus den afrikanischen Ländern kamen 13 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Von den Kandidaten der Helmholtz-Gemeinschaft hatte das Lindauer Komitee vier junge Forscherinnen und einen Forscher ausgewählt, die sich in ihrer Promotion mit Fragen des Umweltschutzes und der Gesundheit beschäftigt haben: So hat Lucie Moeller vom UFZ ein Verfahren optimiert, um mit Hefepilzen Zitronensäure zu produzieren. Dieses Verfahren ist weitaus umweltfreundlicher als die konventionelle Herstellung aus Schimmelpilzen, die große Mengen Abfälle erzeugt. Ulrike Kramm vom Helmholtz-Zentrum Berlin arbeitet an der Strukturaufklärung neuer Katalysatoren für die Brennstoffzelle und Hendrik Fuchs vom Forschungszentrum Jülich untersucht die Selbstreinigungsprozesse der Atmosphäre. Upneet Sandhu vom HZI hat ein Mausmodell entwickelt, um die Infektion mit Hepatitis B-Erregern aufzuklären und Julia Strathmann vom DKFZ geht der Frage nach, wie bestimmte Inhaltsstoffe der Hopfenpflanze vor Krebserkrankungen schützen.
Beim gemeinsamen Helmholtz-Dinner konnten sich die Helmholtz-Forscher mit den Nobelpreisträgern Professor Sir Harold Kroto (1996, Entdeckung der Fullerene), seiner Frau Margaret Kroto, die als Bildungsexpertin Studierende berät, und Professor Walter Kohn (Nobelpreis 1998, Entwicklung quantenchemischer Methoden) ganz informell austauschen. Mit dabei waren die Science Blogger Paula Schramm und Lars Fischer, die das ganze Lindau-Treffen bloggend begleitet haben. Besonders gefreut hatten sich alle über eine Buckyball-Zeichnung von Kroto persönlich, die er in die bereit gehaltenen Notizbücher malte, zusammen mit seinem aktuellen Lieblingsspruch: „Although Knowledge cannot guarantee good decisions, common sens suggests that wisdom is an unlikely consequence of ignorance.“


