Hermann

Aus der Forschung

Damit mehr Menschen auch im Alter geistig fit bleiben, will die Helmholtz-Allianz „Geistige Gesundheit im Alter“ Fortschritte in Vorbeugung und Therapie von Demenzen erreichen. Bild: absolut/fotolia

Damit mehr Menschen auch im Alter geistig fit bleiben, will die Helmholtz-Allianz „Geistige Gesundheit im Alter“ Fortschritte in Vorbeugung und Therapie von Demenzen erreichen. Bild: absolut/fotolia

Kontakt

Andreas Schulze

Ansprechpartner Helmholtz-Allianzen
Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Anna-Louisa-Karsch-Str. 2
10178 Berlin

andreas.schulze(at)helmholtz.de


Helmholtz-Allianz
Geistige Gesundheit im Alter


Laufzeit:

Juli 2008 bis Juni 2012

Fördersumme:

9 Mio. Euro

Helmholtz-Zentren:

Helmholtz Zentrum München (Sprecher: Prof. Dr. Wolfgang Wurst), DKFZ, MDC, FZJ

Partner-Institute:

Max-Planck-Institut für Psychiatrie München

Universitäten:

Aachen RWTH, Düsseldorf, München LMU, München TU, Tübingen

Unternehmen:

Boehringer Ingelheim GmbH

http://www.neuro-ageing.de

 
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Helmholtz-Allianz Geistige Gesundheit im Alter

Die Helmholtz-Allianz für Geistige Gesundheit im Alter – kurz HelMA genannt – befasst sich mit der Erforschung der altersbedingten neurodegenerativen Erkrankungen Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson. Ziel der Allianz ist es, neben den molekularen Mechanismen die genetischen, alters- und umweltbedingten Ursachen neurodegenerativer Krankheiten zu erforschen, eine frühzeitige Diagnose zu ermöglichen sowie neue Therapien zu entwickeln.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Wurst vom Helmholtz Zentrum München nehmen Wissenschaftler aus den Helmholtz-Zentren DKFZ, MDC, FZJ sowie fünf Universitäten und dem Max-Planck-Institut für Psychiatrie an dieser Allianz teil. Im Zentrum steht die Verknüpfung von klinischer Forschung mit der Grundlagenforschung. In den klinischen Zentren in Jülich, Düsseldorf, Aachen, München und Tübingen werden Alzheimer- und Parkinson-Patienten eingehend untersucht, um mögliche genetische Ursachen dieser Krankheiten zu entdecken. Die Ergebnisse werden anschließend im Labor mit Hilfe von Zell- und Tiermodellen vertieft und ausgebaut. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Umweltfaktoren, Ernährung und Lebensführung und dem Einfluss von Alterungsprozessen.

Ein Großteil der an HelMA beteiligten Akteure kann bereits auf eine jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit aufbauen. Vielfältige nationale und internationale Kollaborationen vervollständigen die Forschungsaktivitäten innerhalb der Allianz. So ist vor allem die Vernetzung der einzelnen Arbeitsgruppen innerhalb des BMBF-geförderten Nationalen Genomforschungsnetzes von großer Bedeutung. Koordinatoren und Partner der NGFNplus Netze Parkinson, Alzheimer, DiGtoP, MooDS und GMC sind gleichsam in HelMA aktiv. Durch diese Querverbindungen und vor allem auch durch die Vernetzung mit der Helmholtz-Allianz für Systembiologie gelingt HelMA die Integration aller führenden nationalen Akteure auf dem Gebiet der Neurodegeneration. Im Rahmen der Neugründung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen übernahm die Helmholtz-Allianz für Geistige Gesundheit im Alter eine Vorreiterrolle.

Erst durch diese breite interdisziplinäre Zusammensetzung und die ausgewiesene Fachkompetenz der beteiligten Wissenschaftler gelingt es der HelMA Allianz in einem neuartigen Ansatz, das komplette Spektrum der Neurodegenerationsforschung in Deutschland – von der molekularen Grundlagenforschung über die Pharmazeutika- und Therapieentwicklung bis zum Patienten in der Klinik – einzubeziehen. Insbesondere die Berücksichtigung alters- und umweltbedingter Parameter als integraler Bestandteil des Allianzkonzepts ist in Deutschland einzigartig. Darüber hinaus steht die effiziente Translation wissenschaftlicher Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung im Vordergrund. Mit Boehringer Ingelheim konnte ein erfahrener und verlässlicher Industriepartner gewonnen werden, der die Entwicklung therapeutischer Anwendungen innerhalb der Allianz gezielt unterstützt und vorantreibt.

Andreas Schulze

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