Aus der Forschung

Wissenschaftlerin im Alzheimer Labor des neuen Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft. Bild: DZNE
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen eingeweiht
Ursachen und Therapien von Alzheimer und Demenz zu untersuchen, ist die Aufgabe des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE), das am 23.6. von Forschungsministerin Annette Schavan in Bonn eingeweiht wurde.
Im Interview mit Spiegel-Online sagte Gründungsdirektor Prof. Dr. Pierluigi Nicotera, er sehe die Chancen des DZNE vor allem in seiner Einmaligkeit in Europa, und darin, dass es aus insgesamt 7 Standorten in Deutschland besteht. Nur so könne das gesamte Forschungsspektrum von Mechanismen im Gehirn bis zur Verbesserung der Patientenpflege abgedeckt werden. „Wir wollen in Bonn eine Tagesklinik aufbauen, in der den Patienten die bestmögliche Behandlung zuteil wird“, sagte Pierluigi Nicotera. Dort werden die gewonnen Erkenntnisse für die Pflege berücksichtigt und der Verlauf der Krankheit beobachtet.
Die Rekrutierung der Wissenschaftler aus In- und Ausland hat schon begonnen. Doch es sei manchmal nicht so einfach, Forscher zum Beispiel aus den USA zurück nach Deutschland zu locken. „Die vieldiskutierte Wissenschaftsfreiheitsinitiative könnte hier einiges bewegen“, meinte der Gründungsdirektor.


