Aus der Forschung

Mit einer Lichtshow und Tanzeinlagen feierten rund 1.500 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik am 28. Januar 2009 die Fusion zum Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. Foto: HZB
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materalien und Energie feiert die Fusion
Mit einem großen Fest haben die beiden großen Berliner Forschungseinrichtungen Hahn-Meitner-Institut GmbH (HMI) und Berliner Elektronenspeicherring-Gesellschaft für Synchrotronstrahlung m.b.H. BESSY ihre Fusion zum neuen Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH (HZB) gefeiert: Rund 1500 Menschen kamen am 28. Januar in das Berliner Tempodrom und genossen die abwechslunsgreiche Show mit Tanzeinlagen, Lichteffekten und natürlich auch Reden zu den glänzenden Zukunftsaussichten des HZB.
Im Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie können mehr als 2000 Nutzer jährlich aus Hochschulen, anderen Forschungseinrichtungen sowie der Industrie in Deutschland und weltweit auf einzigartige Experimentiermöglichkeiten mit Photonen- und Neutronenstrahlung zugreifen. Die wichtigsten aktuellen Projekte sind der Bau eines 25 Tesla-Hochfeldmagneten für die Untersuchung magnetischer Materialien mit Neutronenstreuung in Wannsee und der Aufbau des Kompetenzzentrums für Dünnschicht-Photovoltaik in Adlershof und die Vorbereitung einer Synchrotronstrahlungsquelle der nächsten Generation am Standort Adlershof.
Das Zentrum startet mit einem Jahresetat von etwa 100 Millionen Euro und ca. 1100 Mitarbeitern an den beiden Standorten Berlin-Wannsee und Adlershof. Der Bund wird 90 Prozent der Zuwendungen tragen, das Land Berlin 10 Prozent. Dazu kommen noch etwa 10 Millionen Euro, die das HZB jährlich an Drittmitteln einwirbt.
Das HZB wird von einer dreiköpfigen Geschäftsführung geleitet, den beiden wissenschaftlichen Geschäftsführern, Prof. Dr. Anke Rita Pyzalla (Sprecherin) und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Eberhardt sowie dem kaufmännischen Geschäftsführer, Dr. Ulrich Breuer. „Indem wir Neutronen und Photonen zunehmend komplementär nutzen, wollen wir neue Wissenschaftsgebiete erschließen und noch mehr hervorragende Nutzer für Neutronen und Synchrotronstrahlung gewinnen", sagt Anke Pyzalla. Die 42-jährige Materialforscherin ist vom Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung, wo sie seit 2005 Direktorin war, ans HZB gewechselt. Hier möchte sie unter anderem eine größere Vernetzung des HZB mit den Universitäten im Raum Berlin-Brandenburg erreichen und die Nachwuchsförderung im HZB stärken.


