Aus der Forschung

Klimaatlas Bundesrepublik Deutschland (Nord). Bild: DWD
Verregnete Winter für Hamburg
Der erste wissenschaftlich fundierte Klimabericht für die Region Hamburg liegt vor: Mitgearbeitet haben Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen unter Leitung des Klimacampus Hamburg, die Organisation hat das Norddeutsche Klimabüro übernommen.
Der Bericht schätzt die Klimaänderungen für die kommenden 100 Jahre mit Hilfe unterschiedlicher Szenarien ab. Alle Szenarien beschreiben bis Mitte des Jahrhunderts eine Zunahme der Jahresmitteltemperatur um 0,75 bis 1,75 Grad Celsius. Bis Ende des Jahrhunderts sind 3,0 bis 4,7 Grad Celsius möglich. Wie bereits in den vergangenen 100 Jahren setzt sich der Trend fort, dass alle zehn Jahre der Niederschlag um ein Prozent zunimmt. Dabei werden die Sommer etwas trockener, im Winter aber deutlich feuchter ausfallen.
Das Sturmklima hat sich dagegen bisher kaum verändert, was sich so fortsetzen soll. Der Meeresspiegel soll dagegen weiter ansteigen. Sturmfluten laufen bis 2030 nur unerheblich höher auf, könnten in Hamburg aber bis 2100 deutlich höher ausfallen. Forstwirtschaft und Obstbau müssen sich auf das kommende Klima einstellen: Fichte und Kiefer werden weniger gut gedeihen, während Hainbuche oder Sommerlinde von einem wärmeren Klima profitieren.
Der rund 400 Seiten umfassende Bericht sowie eine Kurzzusammenfassung sind im Internet abrufbar unter:
www.regionaler-klimabericht.de


