Aus der Forschung

Hell geröstete Kaffeebohnen. Bild: Mark Sweep
Spuren von Kaffee im Stoffwechsel
Viele Menschen brauchen am Morgen erst eine Tasse Kaffee, um in Schwung zu kommen. Sie schätzen die belebende Wirkung des Getränks, das auch leistungssteigernd wirken soll. Trotzdem sollte man es sparsam konsumieren, wie Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums München nun herausfanden. Sie haben Stoffwechselprodukte im menschlichen Organismus nachgewiesen, die in direktem Zusammenhang mit der Höhe des Kaffeekonsums stehen. Prof. Karsten Suhre und seine Kollegen haben in einer umfangreichen Metabolomicsstudie im Rahmen der Bevölkerungskohorte KORA Blutproben von 284 Probanden untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass durch Kaffeekonsum zwei Klassen von Lipiden beeinflusst werden: Die Konzentration der Sphingomyeline steigt an, während die der Acylcarnitine abnimmt. “Auf klinische Symptome sind wir in der Studie noch nicht eingegangen- dafür war die Zahl der Probanden noch zu klein“, so Professor Karsten Suhre. Es wurde jedoch eine Verbindung zwischen dem Kaffeekonsum und der Höhe des Cholesterols im Körper aufgezeigt.
Die untersuchten Proben stammten aus der Bevölkerungskohorte KORA (Kooperative Gesundheitsforschung in der Region Augsburg).


