Hermann

Aus der Forschung

Beschleunigungsstrukturen aus Niob, so genannte Resonatoren, werden in supraleitenden Linearbeschleunigern eingesetzt. Bild: DESY

Beschleunigungsstrukturen aus Niob, so genannte Resonatoren, werden in supraleitenden Linearbeschleunigern eingesetzt. Bild: DESY

 
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Herzlichen Glückwunsch, DESY!

Am 18.12.1959 wurde das Forschungszentrum DESY gegründet, um den Elementarteilchenzoo zu erforschen. Das Deutsche Elektronen-Synchrotron, der Beschleuniger, der hier ab 1960 gebaut wurde und dem Forschungszentrum seinen Namen gab, war damals der größte Teilchenbeschleuniger der Welt und brachte Elektronen auf bis zu 6 Gigaelektronenvolt.

50 Jahre lang war der Name DESY vor allem mit großen Entdeckungen in der Teilchenphysik verknüpft, am Beschleuniger DORIS zeigten sich die ersten Hinweise auf schwere Quarks und 1979 wurde an PETRA das Gluon entdeckt, das die starke Kraft vermittelt, welche die Atomkerne zusammenhält. Die Kollisionen zwischen Protonen und Elektronen in HERA, der zwischen 1992 und 2007 betrieben wurde, ermöglichten die sicherlich auf lange Zeit feinsten Strukturanalysen des Protons.

Parallel zu diesen Erfolgen rückte die Forschung mit Synchrotronstrahlung immer stärker in den Vordergrund. Dieses an Teilchenbeschleunigern erzeugte besondere Licht, mit dem bei DESY von Anfang an geforscht wurde, ermöglicht Bilder mit atomarer Auflösung aus dem Nanokosmos. Für die Materialforschung aber auch für die Biologie sind inzwischen mit FLASH und dem umgebauten PETRA-Beschleuniger neue Lichtquellen entstanden, die in den nächsten Jahren tiefere Einblicke in organische und anorganische Materie versprechen. In enger Zusammenarbeit mit DESY wird auch der European-XFEL errichtet, eine 3,4 Kilometer lange Röntgenlaseranlage. Hier können internationale Wissenschaftlerteams ab 2015 intensive Röntgenblitze nutzen, um zeitlich und räumlich hoch aufgelöste Bilder von dynamischen Prozessen in komplexen Systemen zu erhalten.

Die Teilchen- und die Beschleunigerphysiker von DESY arbeiten bereits an der nächsten Generation von Beschleunigern: Sie sind an zwei der großen Experimente am Large Hadron Collider am CERN in Genf beteiligt, das der frühere DESY-Forschungsdirektor Rolf-Dieter Heuer inzwischen leitet. Und sie haben mit internationalen Partnern die supraleitende TESLA-Technologie entwickelt, die sowohl für den European XFEL als auch für den geplanten International Linear Collider eingesetzt werden soll. Herzlichen Glückwunsch, DESY!

arö

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11.01.2013
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