Aus der Forschung

Das neue Forschungsflugzeug HALO kann in Höhen bis zu 15,5 Kilometer fliegen und so Bereiche der Atmosphäre erkunden, die zuvor nur durch Mess-Sonden punktuell erreichbar waren. Bild: DLR
Das Virtuelle Institut „Atmosphärenforschung mit dem Forschungsflugzeug HALO“ wurde vom Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert, um die Zusammenarbeit zwischen den vier Helmholtz-Zentren DLR, Alfred-Wegener-Institut, Forschungszentrum Jülich, Forschungszentrum Karlsruhe sowie Instituten aus sieben Universitäten (Frankfurt, Bremen, Hamburg, Heidelberg, Mainz, München und Wuppertal) gezielt zu unterstützen. Unter dem Dach des Virtuellen Institutes wurden Instrumente entwickelt, die bei den gemeinsamen Missionen ab Sommer dieses Jahres eingesetzt werden.
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Virtuelles Institut liefert Beitrag zu HALO
Drei Jahre lang haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Virtuellen Institut „Atmosphärenforschung mit dem Forschungsflugzeug HALO“ die Instrumentierung und viele Experimente für das einzigartige neue Forschungsflugzeug HALO geplant, das nun am DLR-Standort Oberpfaffenhofen auf die erste Mission im Sommer 2009 vorbereitet wird. HALO steht für „High Altitude and Long Range Research Aircraft“. Mit einer Flughöhe von über 15 Kilometern und einer Reichweite von über 10.000 Kilometern kann HALO in die obereTroposphäre und unterste Stratosphäre vordringen und Langzeitmessungen auch in sehr abgelegenen Regionen über der Erde durchführen. Die Atmosphärenforscher wollen mit HALO Transportprozesse, chemische Reaktionen und Wolkenbildung in der Troposphäre besser erfassen und analysieren. Diese Prozesse entscheiden nicht nur über die globale Verschmutzung und den Ozonabbau, sondern fließen auch in Klimamodellierungen ein.
Die Kombination aus Reichweite, Gipfelhöhe und Zuladung, in Verbindung mit den umfangreichen Umbauten machen HALO zu einem weltweit einzigartigen Forschungsflugzeug für die Atmosphärenforschung und Erdbeobachtung. "Im Sommer wollen wir mit der Mission OMO (Oxidation Mechanism Observations) untersuchen, wie die Selbstreinigungsprozesse in der Troposphäre funktionieren. Bei dieser Mission, die vom Max-Planck-Insitut für Chemie in Mainz und vom Forschungszentrum Jülich koordiniert wird, werden zahlreiche Partner aus dem Virtuellen Insitut beteiligt sein“, sagt Dr. Helmut Ziereis (DLR).
HALO steht den nationalen Wissenschaftlern im Rahmen eines Konsortiums zur Verfügung, in dem alle wichtigen wissenschaftlichen Einrichtungen Deutschlands vertreten sind. Darüber hinaus kann es auch von der internationalen Forschungsgemeinschaft genutzt werden. Beschafft wurde HALO durch eine Gemeinschaftsiniative von BMBF, Helmholtz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, dem Freistaat Bayern, den Forschungszentren Jülich und Karlsruhe und dem DLR.


