Internationales
Zehn Jahre ISS
Am 20. November 1998 startete eine russische Proton-Rakete vom Kosmodrom Baikonur mit dem ersten Modul der Internationalen Raumstation ISS. Seitdem entwickelte sich die ISS zum größten menschlichen Außenposten im All. Der erste Schritt war ein Regierungsabkommen, das 1988 zwischen den USA, zehn europäischen Staaten (vertreten durch die Europäische Weltraumorganisation ESA), Japan und Kanada geschlossen wurde. Nach der Überwindung des Kalten Krieges ersetzte die internationale Kooperation die bis dato vorherrschende Konkurrenz um das Weltall der beiden Supermächte USA und Russland. Seit dem Herbst 2000 ist die Station permanent von zwei oder drei Astronauten beziehungsweise Kosmonauten besetzt. Im Februar 2008 wurde das europäische Weltraumlabor „Columbus“ zur ISS gebracht, das für langfristige Forschung im All ausgelegt ist. Das europäische Forschungslabor "Columbus" soll sich zukünftig zu einer Großforschungseinrichtung im Erdorbit auch für die Nicht-Raumfahrt-Industrie entwickeln: Das Interesse von dieser Seite, Verfahren und Produkte unter Nutzung der Schwerelosigkeit zu entwickeln, wächst zunehmend. Im Rahmen der Initiative "GoSpace" soll es insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen möglich gemacht werden, auf der ISS zu forschen. Nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2010 wird die ISS aus sechs Forschungslabors, zwei Wohneinheiten, einer Beobachtungskuppel, etlichen Stauräumen, Verbindungsknoten, Andockvorrichtungen und Roboterarmen bestehen.


