In Kürze
Regionale Folgen des Klimawandels
In sechs Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft ist die bislang umfangreichste Untersuchung der langfristigen Folgen des Klimawandels auf regionaler Ebene gestartet. Für das Großvorhaben TERENO (TERrestrial ENvironmental Observatories) werden in Deutschland vier Observatorien eingerichtet, um Auswirkungen des Klimawandels auf lokale Ökosysteme zu erforschen, Modelle für verbesserte Vorhersagen zu entwickeln und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel abzuleiten. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert dieses Projekt mit zwölf Millionen Euro.
Die vier Observatorien decken unterschiedliche Räume ab: Die Region Eifel-Niederrheinische Bucht ist geprägt durch urbanisierte und intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie durch den Tagebau. Im Großraum Leipzig-Halle treffen Mittelgebirgswälder, Auenwälder, großräumige Agrarflächen, urbane und industrielle Gebiete sowie Tagebau aufeinander. In der Alpen- und Alpenvorlandregion finden sich aufgrund der großen Höhenunterschiede unterschiedliche Klimazonen. Mit ihrer land-, forstwirtschaftlichen und touristischen Nutzung sind hier selbst geringfügige Klimaänderungen mit erheblichen ökologischen und ökonomischen Folgen verbunden. Das Untersuchungsgebiet im Nordostdeutschen Tiefland umfasst den „Müritz-Nationalpark“, das „Biosphärereservat Schorfheide-Chorin“ sowie das Einzugsgebiet der Uecker. Diese Region ist zunehmend von Trockenheit geprägt, wodurch Moore und Kleingewässer auszutrocknen drohen.
Die beteiligten Zentren sind Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Forschungszentrum Jülich, Forschungszentrum Karlsruhe, Helmholtz-Zentrum München, Helmholtz-Zentrum Potsdam- Deutsches Geoforschungszentrum GFZ, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.


