Aus der Forschung

Überflutungsfläche aus TerraSAR-X-Daten vom 8. Mai 2008 der Region Kyauktan (Maßstab 1:50.000). Bild: DLR.
Satellitendaten für das Krisenmanagement in Myanmar
Am 2. Mai 2008 wurde Myanmar schwer durch den tropischen Zyklon „Nargis“ getroffen. Erst Aufnahmen des neuen deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X und des japanischen ALOS haben zuverlässige Informationen über das Ausmaß der Überschwemmungen gebracht. Das Kartenmaterial aus diesen Daten dient nun der Vorbereitung von internationalen Hilfsmaßnahmen. TerraSAR-X liefert auch bei Nacht und dichter Bewölkung ein genaues Bild der Situation am Boden. Die abgeleiteten Überflutungskarten dienen dazu, aktuelle Schäden einzuschätzen und kommende Bedrohungen, beispielsweise durch Ernteausfälle im Reisanbau zu prognostizieren. Verarbeitet wurden die Radardaten am Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation, einem Service des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) des DLR.
Das DLR engagiert sich seit Jahren intensiv im Bereich humanitärer Hilfe nach Naturkatastrophen über sein Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI). Ergänzend hat das DLR Wissenschaftler zum UN-SPIDER-Büro abgeordnet, das die Aufgabe hat, Staaten und Hilfsorganisationen schnellen Zugang zu raumfahrtbasierten Informationen zu gewährleisten.


