Aus der Forschung

Im Vergleich zu einem undotierten Graphit (links) emittiert mit Titan-dotiertes Graphit (rechts) in einem Wärmeflusstest deutlich weniger Partikel. Bilder: FZJ im Projekt ExtreMat
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Weitere Beispiele für neue Materialien aus ExtreMat werden am Themensonderstand in der Halle „Research& Technology" auf der Hannover Messe (21.-25. April) präsentiert.
EU-Forschungskooperation für neue Werkstoffe
Im europäischen Forschungsprojekt ExtreMat entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zwölf Ländern neue, extrem belastbare Werkstoffe für die industrielle Anwendung. Beteiligt sind auch Arbeitsgruppen aus den Helmholtz-Zentren IPP, DLR und FZJ, wobei das IPP die Konsortialführerschaft des Projektes innehat. Die neuen Materialien sollen extrem korrosionsbeständig sein, Hitze bis zu 2000° Celsius aushalten oder stabil unter radioaktiver Bestrahlung bleiben.
Bauteile aus solchen Materialien würden sich durch hohe Lebensdauer trotz extremer Beanspruchung auszeichnen. Besonders wichtig sind solche neuartigen Werkstoffe für den Bau von Weltraumtechnik, für die Sicherheitstechnik von Kernkraftwerken und in der Fusionsforschung. Aber auch bei der Entwicklung neuartiger Bremssysteme für Fahrzeuge oder beim Bau von Brennstoffzellen werden extrem belastbare Werkstoffe gebraucht.
So gelang es den Projektpartnern zum Beispiel, ein mit Titan dotiertes Graphitmaterial zu entwickeln, das sich auch für die Anwendung in der Kernfusion eignet. Die Erosion des Kohlenstoffs durch Wasserstoff fällt in diesem Material auch bei extrem hohem Wärmedurchfluss fünf- bis zehnmal niedriger aus.


