Aus der Forschung
Open Access für die Wissenschaft
Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen hat am 11. Juni 2008 die Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ beschlossen. Ziel ist es, die elektronische Informationsversorgung zu sichern und den Rahmen für eine digitale Forschungsinfrastruktur abzustimmen. Eines der Handlungsfelder ist der offene Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen in digitaler Form ohne rechtliche oder finanzielle Barrieren. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert seit langem Open Access und hat entsprechende Strukturen aufgebaut. So betreiben die Helmholtz-Zentren Repositorien, auf denen qualitätsgesicherte Publikationen nach ihrer Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Zeitschrift offen zugänglich archiviert werden. Die Helmholtz-Gemeinschaft wird im Rahmen der aktuellen Initiative eine weitere Standardisierung und Vernetzung dieser Repositorien umsetzen. Darüber hinaus sollen Maßnahmen für den Umgang mit Forschungsdaten ergriffen und weiter entwickelt werden mit dem Ziel, neben der zuverlässigen digitalen Archivierung auch die offene Nachnutzung der Forschungsdaten umfassend zu ermöglichen. Einige Helmholtz-Zentren sind hier in ihrer Praxis Vorbild gebend. Die Allianz fordert, die Novellierung des Urheberrechts wissenschaftsfreundlich zu gestalten und ein „Grundrecht“ für Autoren auf Publikation im Open Access einzuführen.


