In Kürze
Blick ins Gehirn mit 9,4 Tesla
Am Forschungszentrum Jülich wird ein neues medizinisches Großgerät aufgebaut, das sowohl hochaufgelöste Strukturen als auch Stoffwechselvorgänge des Gehirns sichtbar macht. Die Anlage, die 2009 in Betrieb gehen soll, kombiniert einen extrem feldstarken Magnetresonanz-Tomographen (MRT) mit einem Positronenemissions-Tomographen (PET). Die zeitgleiche Bildgebung mit beiden Geräten ermöglicht es, Mechanismen für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson zu untersuchen. Siemens und das BMBF unterstützen das Projekt mit je 10 Millionen Euro. Kernstück des MRT-Geräts ist ein Magnet mit einer Feldstärke von 9,4 Tesla. Der rund vier Meter lange und 57 Tonnen schwere supraleitende Magnet wurde in ein Gebäude gebracht, das mit 870 Tonnen Stahl das Magnetfeld nach außen abschirmt.


