Hermann

Aus der Forschung

Mit dem ultrakurz gepulsten Hochleistungslaser (150 Terawatt) im FZD werden Teilchen beschleunigt. Die neue Technologie könnte auch kompaktere und preisgünstigere Anlagen zur Strahlentherapie bei...

Mit dem ultrakurz gepulsten Hochleistungslaser (150 Terawatt) im FZD werden Teilchen beschleunigt. Die neue Technologie könnte auch kompaktere und preisgünstigere Anlagen zur Strahlentherapie bei Krebserkrankungen ermöglichen. Foto: Forschungszentrum Dresden-Rossendorf

 
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Willkommen in der Helmholtz-Gemeinschaft

Anfang Juli hat der Wissenschaftsrat empfohlen, das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) in die Helmholtz-Gemeinschaft aufzunehmen. Das FZD entwickelt und betreibt seit Jahren große und komplexe Forschungsinfrastrukturen wie beispielsweise die Strahlungsquelle ELBE (Elektronenlinearbeschleunigen), ein Ionenstrahlzentrum oder das Hochfeldmagnetlabor, die auch von externen Nutzern beansprucht werden können. Und die FZD-Schwerpunkte Materialwissenschaft, Krebs und nukleare Sicherheit passen perfekt in die Forschungsbereiche Struktur der Materie, Gesundheit und Energie der Helmholtz-Gemeinschaft.

Das FZD würde in der Tat gut in die Helmholtz-Gemeinschaft passen. Denn wir betrachten es als unseren Auftrag, große Forschungsinfrastrukturen zu entwickeln, aufzubauen und zu betreiben, für unsere Forschung, aber auch für unsere Partner in den Universitäten und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland.

Dennoch müssen die nächsten Schritte sorgfältig geplant werden. Denn als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird das FZD zur Hälfte vom Sitzland und zur Hälfte vom Bund finanziert. Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft würde es dagegen zu 90 Prozent durch den Bund getragen, das Sitzland finanziert nur noch 10 Prozent. Das Helmholtz-Budget muss nun entsprechend verstärkt werden, damit wir das neue Zentrum ohne Verlust für andere Helmholtz-Zentren aufnehmen können.

Die Empfehlung einer Neuordnung beweist jedoch vor allem, dass unser Wissenschaftssystem nicht unbeweglich ist, sondern im Gegenteil recht flexibel: Organisatorische Besitzstandsinteressen rücken in den Hintergrund, wenn sich dadurch die Bedingungen für die Forschung verbessern lassen. Das stimmt optimistisch für die Zukunft!

Jürgen Mlynek

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