Aus der Forschung
Schnelle Bewegungen im Erdkern
Die flüssigen Massen im Erdkern wirbeln erstaunlich schnell durcheinander und beeinflussen so das Erdmagnetfeld. Dies zeigten Messungen durch Geoforschungssatelliten und Observatorien über einen Zeitraum von neun Jahren.
Mioara Mandea vom Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum - GFZ und Nils Olsen vom National Space Institute Kopenhagen haben die Messdaten kombiniert und daraus ein Modell der Fließbewegung in der oberen Schicht des Erdkerns entworfen. In dieser Schicht, 3000 Kilometer unter der Kruste, ist die Fließbewegung im Erdkern räumlich begrenzt und kann sich in wenigen Monaten stark verändern.
Im Vergleich zum Alter unseres Planeten oder zur Zeitspanne seit der letzten Magnetfeldumkehr vor über 780.000 Jahren ist dies ein extrem kurzer Zeitraum. Die Arbeit wurde in Nature – Geoscience veröffentlicht.


