In Kürze
Karte vom Merkur
Die amerikanische Raumsonde MESSENGER hat im Vorbeiflug den Planeten Merkur kartiert. Sieben Instrumente der Sonde haben Messdaten gesammelt, die nun zu 1213 Bildern verarbeitet werden. An der Auswertung beteiligt sind auch Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Erste Ergebnisse zeigen, dass Merkur weit weniger dem Erdmond gleicht, als bislang angenommen. Im Gegensatz zum Mond hat der Merkur riesige Klippen und Geländekanten, die sich über Hunderte von Kilometern über die Oberfläche erstrecken. Sie sind die Überbleibsel von tektonischen Prozessen, von Druckspannungen in der Kruste des Merkur. Möglicherweise entstanden diese Bergrücken durch die Abkühlung und die dadurch erfolgte Schrumpfung des einst glühend heißen Planeten – vergleichbar ein wenig den Runzeln, die bei der Trocknung von Weintrauben zu Rosinen entstehen.


