Hermann

Aus der Forschung

Glyzin (links), aktiviertes Glyzin (Mitte) und GG Dipeptid (rechts) an der Grenzfläche von Pyrit zu Wasser und Extrembedingungen. Bild: E. Scheiner, N.N. Nair, und D. Marx (RUB)

Glyzin (links), aktiviertes Glyzin (Mitte) und GG Dipeptid (rechts) an der Grenzfläche von Pyrit zu Wasser und Extrembedingungen. Bild: E. Scheiner, N.N. Nair, und D. Marx (RUB)

 
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Bausteine des Lebens im Supercomputer

Das Leben könnte vor vier Milliarden Jahren auf rein chemischem Weg entstanden sein, zeigten Forscher der Ruhr-Universität Bochum durch Simulationen auf dem Supercomputer JUBL des Forschungszentrums Jülich. Unter großem Druck und Hitze können sich Aminosäuren zu langen Peptidketten, den ersten Bausteinen des Lebens zusammenschließen, ohne auf eine biologische „Synthesemaschine“ zurückzugreifen.

Dominik Marx, Theoretischer Chemiker von der Ruhr-Universität Bochum und sein Team stellten in die chemischen Vorgänge, die vor Urzeiten an vulkanischen Schloten in den Tiefen der Ozeane abgelaufen sein könnten, quasi im Computer nach. Sie benötigten vier Monate Rechenzeit auf 2000 Prozessoren des Supercomputers JUBL, was einem neuen Weltrekord auf dem Gebiet der ab initio Molekulardynamik entspricht. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass komplexe Biomoleküle unter diesen Extrembedingungen auf rein chemischem Wege entstehen können. Bisher wurde angenommen, dass dafür  ausgereifte biologische „Synthesemaschinen“ wie das Ribosom notwendig seien.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/FZJ_JUBL_peptide

arö

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11.01.2013
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