Aus der Forschung

Auch Gräser können Allergiesymptome auslösen. Foto: A. Künzelmann/UFZ
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Genetische Ursachen für Allergien aufgedeckt
Warum sind manche Menschen ihr Leben lang unempfindlich gegen Allergene, während andere oft an zahlreichen Allergien leiden? Diese Frage ist bis heute noch nicht vollständig geklärt. In Zusammenarbeit mit Kollegen der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der TU München kamen Forscher des Helmholtz Zentrums München der Antwort etwas näher. „Für unsere Studie haben wir die Genome von mehr als 10.000 Erwachsenen und Kindern aus ganz Deutschland untersucht“, sagt Prof. Dr. Thomas Illig vom Institut für Epidemiologie des Helmholtz Zentrums München. Dabei entdeckten die Forscher ein Gen namens FCER1A, welches die Bauanleitung für den Rezeptor enthält, der Immunglobulin E Antikörper (IgE) bindet. Diese IgE-Antikörper spielen eine wesentliche Rolle bei Allergien. Bestimmte Varianten des FCER1A-Gens erhöhen die Serumspiegel von IgE-Antikörpern, die sich bei allergischen Personen gegen harmlose Umweltsubstanzen wie Hausstaubmilben oder Pflanzenpollen richten. Als Folge werden vermehrt Substanzen produziert, die zu allergischer Rhinitis (Heuschnupfen), atopischem Ekzem (Neurodermitis) oder Asthma führen können.


