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Aus der Forschung

Hans Schlegel bei seinem Außenbordeinsatz während der Columbus-Mission am 13. Februar 2008. Bild: ESA/NASA

Hans Schlegel bei seinem Außenbordeinsatz während der Columbus-Mission am 13. Februar 2008. Bild: ESA/NASA

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Die Columbus-Mission

Das erste europäische Raumluftlabor Columbus soll sich zukünftig zu einer Großforschungseinrichtung unter Weltraumbedingungen auch für die Nicht-Raumfahrt-Industrie entwickeln. Das Interesse von dieser Seite, Verfahren und Produkte unter Nutzung der Schwerelosigkeit zu entwickeln, wächst zunehmend. Im Rahmen der Initiative „GoSpace“ soll es insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen möglich gemacht werden, auf der ISS zu forschen. Der Gesamtbetrieb des Forschungslabors wird im Raumfahrt-Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt im bayerischen Oberpfaffenhofen kontrolliert.

Columbus ist ein europäisches Gemeinschaftsprojekt unter Führung der Weltraumorganisation ESA, das für eine Betriebszeit von zehn Jahren ausgelegt ist. Die Europäer haben 880 Millionen investiert und damit einen Anspruch auf 51 Prozent der Laborkapazitäten. Mit einer Länge von fast sieben Metern und einem Durchmesser von 4,5 Metern bietet das Modul 16 Racks - Schränke für die Versuchsaufbauten – Platz. Und an der Außenwand ermöglichen Plattformen den direkten Einfluss des freien Weltraums zu untersuchen. Eines der ersten Experimente wurde direkt nach dem Andocken begonnen. Die Frage „Können Bakterien oder Pflanzensamen unter Weltraumbedingungen überleben und wenn ja, wie lange?“ wurde an der Außenhaut des Moduls getestet.

130 Experimente sind bereits geplant. Diese haben sich im internationalen Wettbewerb nach dem sogenannten „BestScience“-Prinzip durchgesetzt. Im Biolab wird beispielsweise mit molekularbiologischen Methoden untersucht, wie Mikroorganismen, Pflanzen und wirbellose Tiere Schwerkraft wahrnehmen und verarbeiten. Physiker und Ingenieure forschen dagegen mit ihrem Projekt Geoflow daran, die Strömungen im flüssigen äußeren Erdkern mithilfe eines kleinen Modells besser verständlich zu machen. 2009 soll die Besatzungsstärke der ISS von derzeit drei auf sechs Personen erhöht werden, um dann einen noch effektiveren Betrieb des Raumlabors ermöglichen zu können.

Lisa Gallasch

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11.01.2013
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