Aus der Forschung

Das magnetische Feld eines Dipolmagneten, sichtbar gemacht mithilfe von polarisierten Neutronen. Bild: HMI
Magnetfelder sichtbar gemacht
Wie Magnetfelder im Innern eines undurchsichtigen Körpers verlaufen, ist normalerweise unsichtbar. Nun haben Forscher aus dem Hahn-Meitner-Institut (HMI) mit Hilfe der Neutronentomografie dennoch ein dreidimensionales Bild davon gewinnen können. Neutronen besitzen ein magnetisches Moment, das sich in Magnetfeldern ausrichtet. Wenn eine Probe mit Neutronen bestrahlt wird, so beeinflusst das Magnetfeld im Innern der Probe die magnetischen Momente der Neutronen. Mit Hilfe von eigens entwickelten Apparaturen und Filtern gelang es Nicolay Kardjilow und seinem Team vom HMI, diese Veränderungen zu messen und in dreidimensionale Bilder umzurechnen.
Magnetismus ist eines der zentralen Forschungsfelder am HMI. Für das Verständnis der Hochtemperatursupraleitung ist es zum Beispiel eminent wichtig zu verstehen, wie sich magnetische Flusslinien verteilen und wie man diese Flusslinien im Material festhalten kann. Mit Kardjilovs Experimentaufbau wird es nun unter anderem möglich sein, magnetische Domänen in magnetischen Kristallen dreidimensional zu visualisieren.


