Aus der Forschung

1999 fegte Sturmtief Lothar durch Europa und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Bild: DLR
150 Jahre Wirbelsätze
Wirbel sind zwar schwer zu berechnen, aber nicht regellos. Als sorgfältiger Beobachter formulierte Hermann von Helmholtz (1821 – 1894) vor genau 150 Jahren drei Sätze über die Natur von Wirbeln, die bis heute gelten: Erstens, so stellte er fest, habe ein Wirbelfaden in einem Medium kein Ende, er sei entweder geschlossen oder ende an der Grenze des Mediums. Zweitens ist Reibung erforderlich, um Wirbel zu erzeugen oder zu vernichten. Und drittens ist das Linienintegral in einem Geschwindigkeitsfeld längs einer beliebigen, geschlossenen Kurve, die den Wirbel einmal umläuft, konstant. Anschaulich wird dies am Beispiel eines Wirbelsturms, der gefährlich wird, sobald er sich einschnürt: Dadurch erhöht sich die Geschwindigkeit und der Sturm wird zum Tornado, der alles zerstört, was im Wege steht.


