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Aus der Forschung

Eine Helmholtz-Allianz untersucht kosmische Materie unter extremen Bedingungen, wie sie zum Beispiel kurz nach dem Urknall oder bei einer Supernova-Explosion herrschten. Die Aufnahme mit dem...

Eine Helmholtz-Allianz untersucht kosmische Materie unter extremen Bedingungen, wie sie zum Beispiel kurz nach dem Urknall oder bei einer Supernova-Explosion herrschten. Die Aufnahme mit dem Hubble-Weltraumteleskop zeigt die Überreste einer Supernova-Explosion (Cassiopeia-A) in der Milchstraße. Bild: Robert A. Fesen/James Long/ESA/Hubble

 
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Vier weitere Helmholtz-Allianzen starten durch

Die ersten beiden Helmholtz-Allianzen "Physik an derTeraskala" und "MEM-BRAIN" sind seit Mai bewilligt, nun hat der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft vier weitere Helmholtz-Allianzen ausgewählt. In diesen Allianzen arbeiten Wissenschaftler aus Helmholtz-Zentren mit Universitäten und anderen in- und ausländischen Forschungseinrichtungen zusammen, um Zukunftsthemen energisch voranzutreiben. Dafür stehen ihnen bis zu 37,5 Millionen Euro für fünf Jahre zur Verfügung.

„Mit den Helmholtz-Allianzen erreichen wir eine kritische Masse, sowohl von der finanziellen Ausstattung als auch durch die gebündelten Kompetenzen der beteiligten Partner“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Etwa die Hälfte der Mittel kommt aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft, die andere Hälfte wird von den beteiligten Helmholtz-Zentren und den Partnern der Allianz getragen.

So schließen sich Wissenschaftler der GSI und des Forschungszentrums Jülich zur Allianz: „Kosmische Materie im Labor“ zusammen, um mit mehreren Universitäten, dem MPI für Kernphysik und vier Forschungseinrichtungen aus den USA und Japan die Materie unter extremen Bedingungen, wie sie kurz nach dem Urknall herrschten, zu erforschen. Damit leistet diese Allianz auch einen wichtigen Beitrag bei der Planung von Experimenten an den neuen Großgeräten, die am CERN, an der GSI und am DESY aufgebaut werden.

Wie sich Planeten gebildet haben und welche Bedingungen Leben ermöglichen, untersucht die Helmholtz-Allianz „Evolution planetaren Lebens“. Beteiligt sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und das Alfred-Wegener-Institut, sieben Universitäten und vier außeruniversitäre Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland sowie weitere große Partnerorganisationen. 

An Modellerkrankungen wie Leukämie, Hepatitis und Hautkrebs untersucht die Allianz „Immuntherapie von Krebserkrankungen“, wie sich die jüngsten Erkenntnisse in der Immundiagnose und Immuntherapie zum Nutzen der Patienten anwenden lassen. Vier Helmholtz-Zentren, DKFZ, GSF, HZI und MDC, vereinigen ihre Kräfte mit neun Instituten an verschiedenen Universitäten und zahlreichen weiteren Partnern. Die Allianz will damit Lücken schließen, die zwischen Grundlagenforschung und der Forschung an Tiermodellen einerseits und vorklinischen Studien bzw. anwendungsnaher Forschung andererseits klaffen.

Als vierte Allianz wird das Forschungsvorhaben „Geistige Gesundheit in einer alternden Gesellschaft“ gefördert. Im Mittelpunkt stehen Alterskrankheiten wie Alzheimer und Parkinson. DKFZ, GSF, MDC und Forschungszentrum Jülich haben sich mit fünf Universitäten, dem MPI für Psychiatrie und zwei Pharma-Unternehmen zusammengeschlossen, um neue Ansätze für Therapie und Pflege zu entwickeln. Langfristig soll diese Allianz mit dem neu zu gründenden Helmholtz-Zentrum für Demenzforschung verschmelzen, empfiehlt der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft.

 

 

arö

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